Archiv für den Monat: Februar 2020

Molare – Alpe Stou – Punta di Stou – Pizzo Molare – Arbion – Sasso Bianco

Die Wettervorhersage für den Süden ist gut, die Lawinengefahr mässig (Stufe 2).
Starte hoch über Faido in Molare mit Morgensonne. Der Alpweg nach Riell Scür ist ab dem Dorfrand schneebedeckt. Die Hänge sind aper. Gehe bis Narbiom dann durch Waldlichtungen zu den Hütten von Stou di Sotto Nun bin ich über der Baumgrenze und sehe mein Ziel den Pizzo Molare – mächtig auf gebaut. Die Cumasne vor der Bergkette ist unterschiedlich steil. Mein Kurs ist so gewählt das ich nur kurz über 30° steigen muss.
Oben dann die nächste Stufe. Bis zur Punta di Stou wird es immer stotziger. Im oberen Bereich bis 40° Zum Glück ist die Ostseite der Rinne ausgeblasen der Schnee ist griffig.
Ups so habe ich die Landschaft  auf Arbion bis zum Pizzo Molare auf der Karte nicht gelesen. Entweder muss ich dem Grat entlang dann runter oder etwas südlich direkt herunter zum Sattel unter dem Pizzo Molare. Ich dachte es sei mehr oder weniger flach…
Gehe oben durch. Von weitem sieht der Aufstieg zum Pizzo Molare arg aus. Aus der Nähe etwas mässiger. Montiert trotzdem Steigeisen,  deponiere mein Gepäck und die Schneeschuhe auf dem Sattel.
So steige direkt ich leicht zum Gipfel. Das Kreuz ist fast ganz mit Schnee bedeckt. Kann problemlos auf die Spitze steigen. Die Wächten sind mächtig, die Aussichten prächtig.
Der Rückweg. Gehe herunter zum Gepäckdepot. Ab hier wieder mit Schneeschuhen zum östlichen Rand der Alp Arbion bis zu Punkt 2214. Weiter dem Grat der Sasso Bianco entlang Richtung Punta di Stou. Eigentlich wollte ich hoch bis über Cari gehen. Bin die Route vor vier Jahren mit Schneeschuhen gewandert. Aber ich habe genug und will den schönen Aufstiegshang bergab geniessen. Den oberen Teil gehe ich wieder mit Steigeisen das scheint mir vernünftig.
Nach vierzig Höhenmeter wechselte ich dann definitiv auf die Schneeschuhe. Nutze die mit Pulverschnee gefüllten Mulden für einen rasanten Abstieg über die Cumasne.
Auf dem Bänkli bei der Alphütte Stou di Sotto, geniesse ich die Sonne. Nun noch durch den Wald via Madarloi auf den Alpweg bei – Riell Scür. Zehn Minuten bevor mein Bus nach Faido fährt bin ich in Molare. Gerade genug Zeit um mein Material zu verstauen.

Fazit: Viel Sonne, abwechslungsreiche Landschaft. Sehr Ruhig. Selten ältre Spuren,  auch heute keine Tourengänger gesehen.

Gesamtstrecke: 12294 m
Maximale Höhe: 2556 m
Minimale Höhe: 1494 m
Gesamtanstieg: 1482 m
Gesamtabstieg: -1482 m
Total time: 05:31:31
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Bernina Diavolezza – Val da Fain – Vidvart la Stretta – Piz dals Lejs – Muot Arduond – Passcul d’Avuost – Val Torta – Punt da Curtinatsch

Schön Wetter – ganz im Süden sagt MetoSchweiz. In Chur fällt Schnee. Die Landschaft vom Domleschg bis ins Albulatal sieht aus wie im richtigen Winter. Im Val Bever dann die ersten Sonnenstrahlen.
Fahre bequem von Chur nach Bernina Diavolezza. Fünfzig Meter nach der Station wandere ich im schönsten Neuschnee Richtung Alp Bernina. Die Sonne scheint und… es bläst ein scharfer Wind von Norden über den Pass. Zum Glück lässt dieser nach sobald ich das Val da Fain erreiche.
Spurlos, sanft steigend folge ich dem tief eingeschnittenen Ova da la Val da Fain. Nach einer guten Stunde bin ich auf der Alp Stretta.
Nun beginnt der Aufstieg. Erst in der Sonne dann im Schatten Richtung Sattel zwischen Muot Arduond und Piz Minor. Je höher ich komme je stärker meldet sich die steife Bise zurück. Die folgende Ebene ist Wind geformt und stark zerklüftete. Ich orientiere mich an der riesigen Wächte die sich über den Giandas Minor  gebildet hat und zum Gipfel des Piz dals Lejs hoch zieht. Ohne Schaufel ist das Hindernisse nur in der Mitte begehbar.
Der Grat zum Gipfel ist eindrücklich. Komme ich da hoch? Ja – die Schneedecke ist griffig und noch wichtiger stabil. Nur auf der Westseite löst sich ab und zu eine grössere Schneescholle – also eher östlich der Kante abstehen. Die Schlüsselstelle ist nur kurz. Vom Gipfel sieht man in alle Himmelsrichtungen; dominant Piz BerninaPiz Palü, ganz nah der Piz Lagalb. Und natürlich der leicht höhere Nachbar Piz Minor. Von Norden fliessen immer wieder Nebelfetzen die über die Gebirgskämme beim Piz Stretta.
Gehe noch bis zum italienischen Grenzstein herunter und mache mich dann auf den Rückweg. Nun habe ich den Wind von vorne. Muss mich voll einpacken Windjacke mit voll zugezogener Kapuze, Gesichtstuch bis unter die Augen und die Mütze bis knapp über die Augen diese schützten meine Korrekturbrille. Handschuhe mit übergezogenen Socken und zwei dicke Pullover.
So eingepackt komme ich gut den steilen Grat herunter. Dann durch die wilde Ebene und noch einen Abstecher zum Muot Arduond. Den Piz Minor schenke ich mir heute. Ich komme wieder. Der Abstieg ins Heutal ist optimal finde die mit Schnee voll gewehten Rinnen. Quere bald nach Westen zu Punkt 2582 und Punkt 2523. Hier an der Sonne kann ich abrüsten. Mütze, Handschuhe, und Pullover ohne Jacke, das reicht nun. Den der Wind kommt nicht ins Val da Fain hinein.
Gut vier Kilometer lang ist mein Weg bis zur Punt da Curtinatsch noch. Für ein Tee am Ziel reicht es nicht. Aber im Panorama Express nach Chur sitze ich dann im Restaurant.

Fazit: Einsam, wie unberührt, schöne Landschaft oft mit Aussicht auf die Bernina Gruppe. Sibirischer Wind auf den Höhen

Habkern – Blossmoos – Grüenebergpass – Traubach – Troge – Chrinde – Hohgant West – Wimmisgütsch – Widderfeld

Traumwetter, mit viel Neuschnee im Berner Oberland.

Starte in Habkern. Erst 10 Minuten auf Asphalt bis kurz vor dem Blossmoos dann beginnt der Spass. Die Sonne wärmt die Luft und die Spur zum Grüenebergpass ist wie puderweich. Vom Pass geht es Richtung Traubach/Troge – das ist Schneeschuhgelände wie aus dem Bilderbuch. Offener Nadelwald, sanft gewellt ab und zu Sicht zu den grössten Bernern. Bei froh das ich ein Spur habe. Zwei Läufer haben eine gute Line durch den gut 30 hohen  Pulverschnee gezogen. Die Sonne brennt der Schweiss strömt in Massen. Ich erreiche den Grat über der Chrinde. Von hier hat man Sicht in die Weite des Mittellandes zum Jura.  Über eine kurz ausgesetzte Wächte erreiche ich den Gipfelaufbau des Hohgant West. Der schneearmen Rücken zum Wimmisgütsch schnell erklommen. Herrliche Aussicht – ringsum. Pause – erholen – geniessen.

Dann weiter zum Gipfel des Widderfeldes (2069 m). Von unten steigt eine Schneeschuhläuferinnen zum Gipfel – sie kommt vom der Steinigi Matte. Ambitioniert… Ich habe heute die Kraft zum queren nach Osten nicht. Gehe zurück nach Westen der Ausstiegspur folgend. Traversiere von Punkt 1869 untern dem Troghorn/Arnigrat dann bergab zur Grüenebergpassstrasse.

Zügig am Trogemoos vorbei, durchs Blossmoos  auf der aperen Strasse  nach Habkern. Hier habe ich gut eine halbe Stunde Zeit für ein Tee im Alpenblick bevor der Bus nach Interlaken West fährt.

Fazit: Wetter, Neuschnee, Landschaft vom feinsten. So macht  Schneeschuhlaufen Spass.

Gesamtstrecke: 16313 m
Maximale Höhe: 2046 m
Minimale Höhe: 1118 m
Gesamtanstieg: 1076 m
Gesamtabstieg: -1076 m
Total time: 05:07:22
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Brambrüesch – Spundisköpf – Hühnerköpfe – Furggabüel – Dreibündenstein – Term Bel – Plaun Latscheras – Fulbergegg – Fulhorn – Alp dil Plaun – Leg Palus – Alp Veulden – Feldis

Der Neuschnee ist ein Traum sogar in Chur ist die Landschaft verzuckert.

Starte in Brambrüesch gehe den Grat hoch zu den Spundisköpf. Der Weg ist spärlich markiert,  spurlos, steil aber meistens griffig. Ein erster und ein zweiter Kopf kurz steil herunter und dann eben weiter zur Skipiste unter den Hühnerköpfe. Der Schneeschuhtrail verläuft westlich der Skiabfahrt bis zum Sessellift. (Den Lift kann man nutzen um 220 Meter Höhe zu sparen). Ich verzichte und steig deutlich östlich der Skipiste auf. Nur für die letzten Meter zum Furggabüel quere ich den Lift und steige über eine Rippe hoch.

Hier werde ich von einer Drohne verfolgt – Nervig! Oben spreche ich den Piloten an… Er filmt für Chur Tourismus. Gebe ihm zu verstehen das ich mich auf keine Weise im Web sehen will.

Die Skiabfahrten werden rege genutzt. Nach dem Furggabüel ist es dann menschenleer. Geniesse die Ruhe und ziehe ein Spur über den Dreibündenstein. Auf der Ebene ist der Schnee windgepresst. Mit wenig Kraftaufwand gelange ich über das Plaun Latscheras zum Westgrat der Fulbergegg. Wie erwartet ist der Rücken schneearm und sehr griffig. Mit einem Zwischenspurt komme ich so rasch auf den der Egg. Ohne Pause weiter über den Wächten besetzten Grat zum Fulhorn.

Super klare rundum Sicht. Die Sonne wärmt kräftig. Packe die Wasserflasche aus und schwups rutsch sie mir aus der Hand. Sie gleitet unaufhaltsam das südliche Schneefeld runter. Ich gebe sie auf – dann bleibt sie achtzig Höhenmeter weiter unten stehen. Nun dann muss ich wohl oder übel weiter Richtung Süden. Steige ab zur Flasche und weil ich schon fast da bin noch weiter bis zum Sattel zwischen Val da Tumegl und dem Wititobel. Zum Dank kann ich hier die gewaltigen Wächten fotografisch festhalten. 20 Minuten hat mich das Malheur gekostet.

Der Abstieg: Erst zurück zur Fulbergegg dann  in den nordöstlichen Pulverschneehang – Ein rasanter Lauf. Bei Culm Ault von mache ich eine Pause – die Sonne geniessend. Dann komme ich vor der Skihütte Term Bel auf dem Winterwanderweg nach Feldis. Schön – das Panorama ist überwältigend. Bequem am Leg Palus vorbei über die Alp da Veulden und Cularera gelange ich so nach Feldis.

Fazit: Guter Schnee, viel Sonne.  Hervorragende Gegend zum Schneeschuhwandern. Wer es weniger streng mag startet in Feldis/Mutta auf 2000 Meter Höhe.

Gesamtstrecke: 18492 m
Maximale Höhe: 2502 m
Minimale Höhe: 1463 m
Gesamtanstieg: 1261 m
Gesamtabstieg: -1391 m
Total time: 06:14:48
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Magliaso – Caslano – Poncione – Torrazza – Monte Caslano – Ponte Tresa (Frühling im Februar 2020)

Gesamtstrecke: 15447 m
Maximale Höhe: 518 m
Minimale Höhe: 271 m
Gesamtanstieg: 421 m
Gesamtabstieg: -419 m
Total time: 04:01:59
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