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Bad Clavadel – Stadler Berg – Rossboden – Witihüreli – Wiitiberg – Sertig Sand – Walserhuus

Was am Montag nicht geklappt hat (Bus im Stau) geht heute perfekt.
Ursprünglich als leichte Tour geplant wurde es heute eine Anspruchsvolle. 30! Franken für eine Bergfahrt auf das Jakobshorn finde ich überteuert. Also starte ich in Bad Clavadel anstatt auf dem Berg.
Erst gemütlich dem Weg entlang zum Bauernhof Boda. Dann mehr oder weniger dem zugeschneiten steilen Pfad entlang durch den Wald zu den Hütten der Stadler Alp. Hier beginnt der breiter Rücken zum Stadler Berg. Ein Rücken von der  Art  „gleich bin ich oben – ach nein doch nicht..“ und so weiter. Zudem ist der Schnee im Alpenrosengürtel nicht durchgehend tragend. Ich sacke immer wieder ein – zermürbend! Zwanzig Minuten Stress – dann endlich  trägt der Schnee. Quere nun unter dem Jatzhorngrat und steige dann zur Senke am Rossboden auf.  Kurzer Verschnaufpause. Eine Runde auf dem Rossboden, hoch über dem Dischmatal, mit Aussicht von Osten zum Jakobshorn. Nun das Sahnestück! Der 700 Meter lange Nordgrat zum Witihüreli. Gut gehbar. Die Schlüsselstelle ist viel einfacher besteigen als es aus der Ferne den Anschein machte. Der mit Triebschnee gefüllte  Aufschwung (30-40 Höhenmeter, WT4) kann Gefahrlos bestiegen werden. Mit zehn von mir bis in den festen Grundschnee getretenen Stufen, im Schneefeld rechts der Gratfelsen, erreiche ich die Kuppe.
Die letzten Meter zum Gipfel sind weniger steil jedoch immer schmaler, aber es ist gut erkennbar wo die Schneeverwehungen aufsetzen.

Das Witihüreli. 360° Aussicht. Sonne pur, klar, windstill, und angenehm warm.

Der Abstieg. Kurz zurück über die Steilstufe – dann bergab immer schön in Richtung Hoch Ducan. Erst bei der ersten Tälli Alphütten ist eine Skispur in meine Richtung gezogen. Nicht lange – ab der Waldgrenze muss ich den Weg selber finden. Gar nicht so leicht den Einstig zu finden. Die Sonne ist untergegangen, und glatt bin ich  an der Waldgrenze zu hoch. Muss das GPS konsultieren um die richtige Höhe zu finden. Im Wald ist der zugeschneite Pfad dann besser erkennbar.
Zum Schluss ein lange Gerade über den Talboden nach Sertig Sand. Habe noch etwas Zeit bis der Bus nach Davos fährt.
Ein Dessert, ein warmer Tee und ein Teller mit Leckerei aus dem Samiklaussack im heimelligen Walserhuus überbrücken die Zeit – optimal genutzt.

Fazit: Trotz zwanzig  Minuten Stress im Aufstieg eine gelungene Tour. Vor allem wegen dem Grat zum Witihüreli und dem Abstieg über die herrlich offenen Alpen nach Sertig. Kaum Spuren und keine Menschenseele getroffen auf der ganzen Schneeschuhwanderung.

Gesamtstrecke: 11854 m
Maximale Höhe: 2614 m
Minimale Höhe: 1646 m
Gesamtanstieg: 1090 m
Gesamtabstieg: -879 m
Total time: 04:30:53
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Buffalora – Jufplaun – Mots – Cima del Serraglio

Sonne pur, ein Meter Pulverschnee, minus acht Grad nöedlich vom Ofenpass.

Bis an die Brücke nördlich vom Jufplaun ist eine zugeschneite Spur von der letzten Woche.
Von hier ziehe ich eine Firstline bis auf den südlichsten Punkt der Cima del Serraglio. Der zweieinhalb Kilometer lange Kamm mit drei Senken ist Kraft raubend. Zum Glück ist der Schnee ab 2400 Meter Höhe windgepresst. Ich muss nicht Spuren und mir nur die Höhe erarbeiten. Bei CH-1903/LV03 815’490, 165’208 die Schlüsselstelle. Die Schneewächte hier ist heute 6 Meter hoch, 2 Meter weniger als letztes Jahr also relativ gut passierbar (WT4).

Punkt 2665 ist mein Wendepunkt. Von hier ergibt sich ein geniales Panorama über die zwei Seen San Giacomo und Cancano hinweg in die Gegend von Bormio. Von der Serraglio Kette sieht man phantastisch über das Val Mora zum Ortler und ist immer in Sichtweite von der Ferro Gruppe, Munt Buffalora, Piz Daint, Piz Dora, Piz Turettas, die Ata Gruppe.

Fazit: Aussichtreiche, einsame Schneeschuh Gratwanderung. Wegen der Länge und Anstiege kein Spaziergang.

Gesamtstrecke: 17725 m
Maximale Höhe: 2674 m
Minimale Höhe: 1964 m
Gesamtanstieg: 992 m
Gesamtabstieg: -992 m
Total time: 06:04:18
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Grütschalp – Allmendhubel – Schilthornhütte – Bietenlücke – Schwarzbrig / Bietenhorn – Soustal – Strychertal – Sousläger – Marcheggwald – Grütschalp

Der Nebel bleibt lange hängen,  ja er dehnt sich sogar aus. Ich bin deshalb mürrisch in Mürren.

Starte auf der Grütschalp gehe den Höhenweg zum Allmendhubel. Es liegt  Schnee. Der Weg ist aper. Das Lauterbrunnental heizt sich auf und erzeugt so viel Nebel aus der Feuchtigkeit von gestern. Beim Allmendhubel überlege ich kurz die Wanderung abzubrechen.

Nach einem Züni motiviere ich mich weiter zu gehen. Ich steige zügig zur Schilthornhütte auf. Bald bin ich über dem Nebel, der mir allerdings immer auf den Fersen ist. Immer höher bis zum Bietenlücke. Auf dem Grat zum Schwarzbrig / Bietenhorn liegt etwa 20cm Schnee optimal zum aufsteigen. Die Schlüsselstellen vor und nach dem Pass sowie am Grat sind mit Seilen versehen. Winzigerweise plastifiziert…. Am Gipfelkreuz des Schwarzbrig ergibt sich eine phantastische Rundsicht. Eiger, Mönch, Jungfrau,  Schilthorn, Schwalmere, Lobhörner, Faulhorn, Schwarzhoren, Wetterhorn und viele mehr.

Zum Absteigen montiere ich Steigeisen. Ideal – nur meine linke Hüfte findet die Stösse seien zu ruppig. Was soll’s ich geht sicher.  Von der Bietenlücke beobachte ich 4 Berggänger im Aufstieg aus dem Soustal. Der erste mit Händen und Füssen ohne Handschuhe am Spuren. Der nächst mit letzter Kraft trotz Stöcken, der dritte unauffällig motivierend. Weit unten ein Trailrunner mit System „zwei Schritte vor einer zurück rutschen“ er quält sich gewaltig immerhin nutzt er Stöcke und trägt Handschuhe.

Ich gehe in direkter Line zum Fuss des Steilhanges. Die Spur nimmt einen unlogischen Verlauf weit nach Westen. Den Grund erkennt man erst aus dem Tal. Es ist ein Felsband das etwa 750 Meter lang ist. Im Talgrund bietet sich eine geniale Perspektive  auf die Chilchflue. Den Weg über die Alp Oberberg kenne ich – deshalb gehe ich den wenig begangenen Weg durch das Strychertal zum Sousläger. Im unter Teil quer ich dabei einen schön überwachsen Felssturz.
Nun noch 30 Minuten durch den Marcheggwald zur Station  Grütschalp.

Fazit: Erstes Viertel mürrisch über Mürren. Der Rest ein Traum im Neuschnee.

Gesamtstrecke: 19114 m
Maximale Höhe: 2715 m
Minimale Höhe: 1482 m
Gesamtanstieg: 1539 m
Gesamtabstieg: -1539 m
Total time: 06:03:04
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La Veduta – Val d’Agnel – Fuorcla digl Leget – Crappa da Tocf – Piz Champagnung – Südgipfel Piz d’Agnel

Gesamtstrecke: 12681 m
Maximale Höhe: 2993 m
Minimale Höhe: 2234 m
Gesamtanstieg: 1039 m
Gesamtabstieg: -1040 m
Total time: 04:55:47
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Passo del Gottardo – Ri della Fibbia – Fibbia (2739 m) – Pizzo della Valletta/Cima Sud – Valletta di San Gottardo – Ri della Valletta – Alp di San Gottardo

Gesamtstrecke: 6972 m
Maximale Höhe: 2724 m
Minimale Höhe: 2088 m
Gesamtanstieg: 710 m
Gesamtabstieg: -710 m
Total time: 03:15:16
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Zernez – Munt – Val Sparsa – Muot da l’Ova Sparsa – Piz d’Urezza

Gesamtstrecke: 17188 m
Maximale Höhe: 2883 m
Minimale Höhe: 1468 m
Gesamtanstieg: 1553 m
Gesamtabstieg: -1553 m
Total time: 07:35:24
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