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Nussaus – Alp Cavel – Fuorcla da Cavel – Piz Cugn – Hireli – Piz Gren – Schwarzhorn – Il Bass – Schiarls – Lappi – Um Su – Alp Lumbrein – Lumbrein 

Von Nussaus auf einem Karrweg bis an die Waldgrenze. Ein Pfad führt mich bequem zur Alp Cavel. Der Weg zur Igl Um – Hütte ist eine leide Sache. Solche Werke sollten geächtet werden. Nach der Hütte wird es bald flacher. Lag Grond – vier bis zehn (je nach Definition) kleine Seen sind hier in die kargen Weiden eingebettet. Genussvoll quere ich die Ebene und steige zur Fuorcla da Cavel auf. Nicht der Piz Cavel ist mein Ziel. Ich gehe nach Norden zum Piz Cugn.

Der Grat zur Senke bei Punkt 2619 wird immer schmaler und ich muss zwei sperrige Felsrippen umgehen. Merke dass ich heute nicht voll fit bin. Vor allem der Aufstieg zum Hireli kostet mich Kraft. Schaffe es und geniesse die Sicht ins Val Gronda. Richtung Greina zieht Nebel vom Süden über die Berge. Der Piz Terri ist mit einer Wolke-Fahne dekoriert.
Ich gehe den gekerbten Grat zum Schwarzhorn, das von Westen gesehen seinen Namen rechtfertigt. Im vergleich zur Ansicht aus Süden. Die erste Scharte umgehe ich etwas südlich, dabei brauche ich die Hände.  Der restliche Weg zum Schwarzhorn / Piz Gren ist gut gehbar.

Mein ständiger Begleiter heute ist der Wind. böig und kalt ist der Föhn auf dieser Höhe.  Ziehe die Windjacke – mit Kapuze – an und gehe nach Osten weiter dem Grat entlang. Unzählige Zacken sind zu erobern. Einer ist sogar mit einer Kette entschärft. Nicht wirklich an der ärgsten Stelle… des Grates. Die Schwierigkeiten wechseln nun vom Gelände zu meiner Kondition. Die Beine werden schwer ich kämpfe mich ein letztes Mal bergauf von Il Bass zum Schiarls aka Lappi. Tolle Sicht ins obere Val Gronda mit Piz Val GrondaSchafkopf und dem Tödi in der Ferne. Ab hier geht es Bergab. Oben mühsam über ausgedehnt Erosionshügelchen-Felder (wie nennt man die richtig?) Dann immer steiler Richtung Lumbrein. Erst ist der Weg erkennbar. Unten dann nur noch einzelne Markierung, ein Wanderweg oder ein Pfad sind zu erraten. Bei Mulin treffe ich auf die Zivilisation. Kurz auf der Strasse ins Dorfzentrum von Lumbrein  und Minuten später sitze ich im Bus nach Ilanz.

Fazit: Ein langes Tal das Val Miedra. Mit noch längerem Grat der Fuorcla da Cavel zum Um Su . Schön und streng. Heute stürmisch mit Sonne pur. Einsam wie erwartet. 

Gesamtstrecke: 22384 m
Maximale Höhe: 2859 m
Minimale Höhe: 1391 m
Gesamtanstieg: 1784 m
Gesamtabstieg: -1830 m
Total time: 07:15:59
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Ofenpass – Süsom Give – Chaschlot – Valbella – Piz Vallatscha – Vallstscha d’Astras – Funtana da S-charl Zähne – Valbella – Pass dal Fuorn 

Val Nüglia – Hart an der Nationalpark – über Süsom Give

Direkt von der Passhöhe auf den Wanderweg. Den ganzen Tag treffe ich keinen Mensch. Nur zwei Jäger erspähe ich in der Ferne. Nicht direkt an der Nationalparkgrenze aber nah dran…

Erst gehe ich durch den aufgelockerten Arvenwald, dann durch die West- und Nordflanken der Munt da Bescha Richtung dem Pass vom Valbella zur Funtana da S-charl. Der Wanderweg ist hervorragend angelegt und gepflegt. Die Schmelzwasserrunsen werden elegant gequert. Die Vegetation ist heideartig, die Heidelbeerenstauden unreal Rot.

Vor der Passhöhe verlasse ich den Wanderweg und gehe auf direkter Linie zum Südwest Grat des Piz Vallatscha. Steil aber ohne Handarbeit gehbar. Auf dem Grat verläuft die Nationalparkgrenze. Gelbe Markierungen zeigen den exakten Verlauf. Der Grat ist erst 30- 30 Meter breit und regelmässig steigend aber bald wird der es ruppiger. Einige Felsblöcke umgehe ich leicht südlich. Der Krete ist nun öfter zerrissen und der Verlauf der Wasserscheide ist nur an den Markierungen der Nationalparkgrenze zu erkennen. Einen mächtigen Felsriegel um gehe ich auf der Parkseite. Die letzten Höhenmeter zum Gipfel kann man auf einer Felsrippe gehen die Hände müssen hier mithelfen. Der Vermeintliche Gipfel ist mit einem Skiverbotsschild verziert. Den eigentlichen Gipfel erreicht man über eine schmalen kantige Platte – erinnert etwas an den Altmann.Ringsum klare Sicht. Piz Nair, Val Nüglia, Piz Tavrü, Piz d’Astras, weiter im Süden den Urtirolaspitz, über das Val Müstair der Ortler, nach Südwesten die mir bekannten Piz Turettas und Piz Daint. Ganz im Westen die Bernina Gruppe.

Der Abstieg: Leider liegt zuwenig Schnee im Nordhang. Gehe deshalb über den Nordgrat. Dieser ist gefroren. Eine Stelle ist heikel, alles rutsch oder ist gefroren. Mit Händen, Füssen und Hosenboden schaffe ich das Hindernis und erreiche heil den Sattel bei Punkt 2890. Bis zu den letzten Resten eines Gletschers im oberen Vallstscha d’Astras ist es steil aber mit Hilfe von einem Wildwechsel gut zu meistern. Ich folge dem trockenen Graben, Wasser habe ich auf der ganzen Tour keines gesehen. Das Tal öffnet sich auf 2680 Meter mit einem sandigen Boden. Von hier quere ich Höhe haltend durch die Geröllhalden unter dem Piz Vallatscha. Ein Problem ist Wild über mir und das zweit die Schmelzwasserrinnen. Eine kann ich nur mit Mühe queren. Ich muss 30 Meter absteige bis ich eine gehbare Passage finde. Hier besser am Tal Ausgang bis etwa auf 2560m absteigen und auf der Sandmoräne hochsteigen – ist einfacher und sicherer.Oben am Grat weht Wind.

Hier im Kessel vom Vallstscha d’Astras ist es heiss ohne ein Lüftchen. Ziehe ein T-Shirt an und gehe direkt zu der Felszackenkette ohne Name hoch. Streng. Wandere auf den Zähnen diese sind real herausfordernder als die Karte glauben lässt. Nach gefühlten 20 Zacken stehe ich am Südrand der Kette. Ich steige zum Skilift Funtana da S-charl ab und überquere die Ebene auf dem Pass ins Valbella. Am Ende treffe ich auf den Wanderweg, einige Minuten später auf den Punkt wo ich heute Morgen den Weg verlassen habe.

Die Nordhänge werden nun von der Tiefstehenden Sonne ins beste Licht gerückt. Extrem die Farbe der Heidelbeerstauden. Auf den Ofenpass habe ich noch Zeit für ein Most und ein Nussgipfel bevor das Postauto nach Zernez vorfährt. 30 Wanderer die mit mir einsteigen bevorzugen wohl die andere Seite des Passes.

Fazit: Sehr abwechslungsreich Wanderung. Offener Bergwald, herbstliche Heide,  gelbe Grasshänge, Sicht in den Schweizer Nationalpark, langer Grat, leichtes Klettern, mächtig Geröllhalden, und schönes Wetter mit Weitsicht. 

Gesamtstrecke: 14670 m
Maximale Höhe: 2995 m
Minimale Höhe: 2142 m
Gesamtanstieg: 1217 m
Gesamtabstieg: -1217 m
Total time: 05:05:03
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Davos Monstein – Bodmen – Büelenhorn – Fil da Stugl – Stulsergart – Muchetta – Curtins – Runsolas – Stugl – Bergün – Bravuogn

Davos Monstein – Bodmen – Büelenhorn – Fil da Stugl – Stulsergart – Muchetta – Curtins – Runsolas – Stugl – Bergün – Bravuogn   Digitale Schweizerkarte

Wie das Postauto in Monstein wendet ist spektakulär. Die Hinterachse steht ein  Meter vom Abgrund, die letzten vier Sitzreihen hängen so in der Luft… Kein Problem auch heute nicht.

Geht durch das kleine lebendige Dorf mit Schule, Restaurant, Dorfladen, Brauerei, Hotel, Kirche, alten Walserhäusern und Neubauten. Folge nun der Waldstrasse  über den wilden Monsteinerbach zur Gebrunst.  Auf dem Grat steige ich direkt bis zur Jägerhütte auf. Verschnaufe auf dem kommenden Wegabschnitt. Bald nach der Abzweigung zur Inneralp  Weglos weiter mehr oder weniger direkt zur Waldgrenze. Nun wird der Bewuchs kräftiger und ich bin froh auf einem alten Pfad den Alpenrosengürtel meistern zu dürfen.  Über Bodmen wird die Vegetation sehr bunt und deutlich kürzer.
Ich halte mich an der westlichen Gratkante. Ab Punkt 2515 wird das ganze felsiger und schmaler, aber nie ausgesetzt. Der Aufstieg ist länger als ich dachte, das Büelenhorn kommt erst spät in meinem Fokus.
Bei Punkt 2705 ist das Gröbste des Aufstieges geschafft. Auf der Nordseite des Büelenhorn liegt 10cm Schnee ideal für einen direkten Schlussspurt zum Gipfel. Die Sicht auf das Panorama ist gut, die Berge sind Nebelfrei, der Himmel überzogen mit einem mystischen Wolkenschleier.
Der Abstieg: Nach Westen sieht man schön den Verlauf des Stulsergartes ein leichtes Bergauf und ab. Der Weg über den Grat ist viel einfacher als ich mir vorstellte. Westlich des Muchetta wird der Weg steiler. Auf der ersten Terrasse gehe ich ein Stück Richtung Las Blais. Nordwestlich der ersten Runse führt ein Pfad durch die Legföhren  in den Auslauf der Geröllrinne, Ich gelange praktisch auf den Plan Grond das Corn da Tinizong erscheint hier zum greifen nah
Folge nun den Spuren zum Wanderweg und auf diesem weiter nach  Curtins. Da Bergün höher liegt entschiede ich nicht nach Filisur abzusteigen sondern nach Bergün zu gehen. Die Route ist erst auf guten Wegen, um dann im steilen Gelände die zwei Rinnen von Agols zu queren. Die Sturm- und Lawinschäden wurden sauber aufgeräumt, der Pfad schön hergerichtet. Von Runsolas nach Stugl sind letzte  Aufräumarbeiten im Gang. Nach Stugl nutze ich kurz die Teerstrasse. Bei Unfiern zweigt die alte Strasse nach Bergün ab. Sie  schlängelt sich um die Nase von Pentsch in dessen Südwest Hänge hinein. Geschafft die ersten Häuser des Bahndorfes sind erreicht. Am Bahnhof Bergün im Museumsbuffet lasse ich die Wanderung ausklingen.

Fazit: Herbstlich farbige Heiden über der Waldgrenze. Schöne Stimmung unter dem Wolkenschleier. Einsam von der Schule in Monstein bis Curtins keinen Menschen gesehen. 

Gesamtstrecke: 22125 m
Maximale Höhe: 2778 m
Minimale Höhe: 1372 m
Gesamtanstieg: 1709 m
Gesamtabstieg: -1952 m
Total time: 06:34:08
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Flüelapassstrasse – Chant Sura – Schwarzchopf – Schwarzhornfurgga – Schwarzhorn (3145m) – Seeenplatte am Vadret da Radönt – Fuorcla Radönt – Fourcla da Grialetsch – Furggasee – Verloren Tälli – Dörrbodenberg – Dürrboden – Dischmatal

Gesamtstrecke: 15121 m
Maximale Höhe: 3118 m
Minimale Höhe: 2002 m
Gesamtanstieg: 1282 m
Gesamtabstieg: -1620 m
Total time: 05:30:11
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Zervreila – Fruntstafel – Schafläger – Fruntseeli – Frunthorn – Dachberg – Bidanätsch – Gadastatt

Gesamtstrecke: 11806 m
Maximale Höhe: 2992 m
Minimale Höhe: 1810 m
Gesamtanstieg: 1340 m
Gesamtabstieg: -1375 m
Total time: 05:15:48
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La Veduta – Val d’Agnel – Fuorcla digl Leget – Crappa da Tocf – Piz Champagnung – Südgipfel Piz d’Agnel

Gesamtstrecke: 12681 m
Maximale Höhe: 2993 m
Minimale Höhe: 2234 m
Gesamtanstieg: 1039 m
Gesamtabstieg: -1040 m
Total time: 04:55:47
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