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Schwenden im Diemtigtal – Weeri – Meniggrat – Stand – Seeberg – Seehore – Rotihore – Stierenberg – Muntigli – Mariedgrabe – Mannried – Zweisimmen  

Die Sonne scheint ungetrübt. Im Tal blüht der Löwenzahn, die Grillen zirpen und die Kuhglocken bimmeln. Höher auf den Alpen blühen Enziane und Krokusse neben den letzten Schneeflecken.

Starte in Schwenden, zum einlaufen erst zwanzig Minuten auf der Alpstrasse im Grabe. Am Punkt 1340 beginnt der Bergweg, in unendlich vielen Kehren (circa 50) hoch durch die Weeri. Die Weisen vor dem Menigsattel übersäht mit Enzianen. Von hier mache ich eine Abstecher zum Meniggrat. Zurück am Menigsattel geht es weiter über den Stand. Hier liegen ausgedehnte Schneewächten, gehe weiter unter dem Seeberg durch immer schön am Felskranz entlang bis zum Nordhang des Seehorn. Hier beginnt der Schnee. Montiere Steigeisen, und esse das erste Mal heute – Linsensalat: Ein Fehler!
Erklimme den ersten Aufschwung, ab etwa 1900 Meter Höhe, über tragenden Schnee. Quere auf dem Absatz  mehr oder weniger auf der Höhe von 1980 Meter nach Südwesten bis zum aperen Grat bei CH1903: 601436/157740. Krämpfe in Muskeln und Bauch, dazu ein extra hoher Plus, plagt mich, quäle mich auf die Platte bei 2060 Meter Höhe hier muss ich eine Verdauungspause einlegen. Nach dreissig Minuten fühlte ich mich besser. Bis zum Gipfel des Seehore / Rotihore gehe ich etwas gemütlicher.

Gipfelrast im Windschatten des Steinturmes mit dem Kreuz, bei angenehmen 15°.
Tolle Sicht vom Thunersee über die Jungfrauregion, Wildstrubel, die Spillgerte in der Nähe und nach Westen über den Hundsrügg zu den Gastlosen mit herausstehenden Dent de Ruth.   Gehe weiter erst zum Nachbargipfel CH1903: 601630/157264, dann genussvoll auf Schnee bis 2060 Meter Höhe. Hier verlasse ich die Gipfelroute und quere nach Weste. Sehr schöne Landschaft  am Rande der Waldgrenze unter der Röti und Schratti. Vom Karst sieht man nichts, alles ist mit viel Schnee bedeckt.

Mein Plan ist zur Fromatt zu gehen, der beste Weg ist über den Fromattgrat. Mir fehlt aber die Kraft…. Versuch auf der Höhe um 2000 Meter eine Line zu finden – zu Mühsam, immer wieder schwer übersteigbare Felsrippen brechen den Rhythmus. Entscheide abzurechen. Gehe steil bergab zur Stierenberg Alp – alles auf gutem Schnee. Vom Bergrestaurant Stierenseeberg sind es 2:35 nach Zweisimmen. Passt. Eigentlich wollte ich über die Fromatt nach Blankenburg. Es liegt mehr Schnee als erwartet und so sind meine Pläne zu ambitioniert.

Vom Stierenberg gehe ich dem Muntiggrabe nach. Alles schneefrei bis auf ein riesige Wächte (4 Meter) in der blühenden Alp kurz vor Punkt 1781 bei Stand. Ab hier auf leidem Karrweg bis zum alten gut gepflegten Alpweg dem Mariedgrabe entlang. Im Mannried erreiche ich die Zivilisation. Zum Schluss über saftige Weiden an die milchige  Simme. Dem schönen Burgenweg entlang zum Bahnhof Zweisimmen.

Fazit: Alp Frühling in Diemtigtal und Simmental. Viel  Schnee in den Nordwest Lagen am Seehorn. Ruhig den ganzen Tag,  Keinen Wanderer getroffen – nur volle Parkplätze von weitem gesehen, wo die alle waren ist mir ein Rätsel.

Gesamtstrecke: 21574 m
Maximale Höhe: 2248 m
Minimale Höhe: 920 m
Gesamtanstieg: 1620 m
Gesamtabstieg: -1848 m
Gesamtzeit: 06:38:27
Download file: 2020-05-07-Seehorn.gpx

 

Rothwald – Jochtwald – Brust – Brustegge – Mäderhütte – Bodmertälli – Bodme – Chastelegga – Bärufalla – Frombach – Wintrigmatta – Wasenalp – Hohture – Wase

Sonne pur im Wallis – sagt Meteo Schweiz. So ist es!
Die Wasenalp ist mein Ziel. Die Schneeausrüstung ist dabei. Starte in Rothwald immer schön der Skipiste nach. Nach wenigen Minuten bin ich auf einer geschlossenen Schneedecke unterwegs. Hier könnte man Skifahren wenigstens am Morgen. Die Piste ist steil und  hart. Gehe deshalb mit leichten Steigeisen, durch die Föhren des Jochtwald zur Brust.

Ich will weiter zur Mäderhütte. Stelle fest: Das sollte problemlos gehen  – wenn der Schnee trägt. Auf der Ebene vor dem Ausstieg zur Mäderalp kommen mir Zweifel, der Schnee ist hier faul… Aber je mehr sich der Hang nach Norden neigt je besser komme ich voran. Quere auf pickelhartem Schnee in den kaum sichtbaren Lawinenverbauungen nach Westen. Dann in ein paar Kurven zum Brustegge-Grat. Dabei bleibe ich lang in den Südwest Lagen der Mäderalp da ist die weisse Unterlage optimal. Von oben ist die Sicht auf Hübschhorn ,Simplon, Fletschhorn etc. gewaltig. Aber auf dem Simplon wird heute geschossen.
Nach Südosten wird der Grat enger und die Wächten türmen sich 2-3 Meter hoch. Sie sind durchgehend gut aufgesetzt. Tolles Gefühl darauf zu gehen! Ziehe von etwa 2600 Meter Höhe in die sanfte Senke nach Osten und bin bald oben an der Mäderhütte.
Pause.

Abstieg östlich der Hütte, auch hier ist die südwestlich ausgerichtet Seite des Bodmertälli ideal zum gehen. Zügig bin ich auf Bodme dem letzten Abschwung vor dem Moss. Ich weiche nach Westen aus und biege dann in einen Osthang… Mühsam – hier muss ich 300 Meter durch 60cm tiefen, faulen Schnee. Erst im Gegenaufstieg zum Chastelegga trägt der Schnee wieder.
Oben bei der Mäderhütte wehte ein kühler Wind. Hier ist es windstill und es ist  richtig heiss. Überlege kurz ob ich mir die Hohture antue.  Ja – entscheide mich für eine kurze Berglaufeinlage. Erst noch die Skipiste herunter zur Bärufalla und weiter bis zum Frombach. Hier deponiere ich mein Rucksack und einen grossen Teil der Ausrüstung und Kleider. Kurze Hose, T-Shirt, Schuhe und Handy. Das reicht. Jogge auf dem Alpweg zum Nordwest Grat, dann weglos steil bergauf.  Aper, erst ab 2350 Meter Höhe muss ich auf den Schnee gehen. Der ist stabil.
38 Minuten für den Aufstieg – werde heute Abend meine Muskel spüren.
Foto-Stop auf der Hohture.
Nun  rasant bergab. Jetzt  auf dem Schneeband westlich vom Grat. 18 Minuten und ich bin am Depot.

Zum Schluss auf der meist zugeschneiten Strasse über Wase nach Rothwald ab 1890 Meter Höhe ist die Strasse schneefrei. Ziemlich genau die Höhe wo ich 250 Meter westlich am Vormittag auf die schneebedeckt Skipiste traf.

Fazit: Stimmige Tour bei bestem Wetter. Nun kenne ich die Wasenalp und ihre Möglichkeiten.

Gesamtstrecke: 14387 m
Maximale Höhe: 2626 m
Minimale Höhe: 1745 m
Gesamtanstieg: 1375 m
Gesamtabstieg: -1369 m
Gesamtzeit: 05:01:00
Download file: 2020-05-04-Wasenalp-Simplon.gpx

 

Schuders – Sagen – Salfsch – Mutta – Hurscher – Girenspitz – Alp Carschina – St. Antönien

Mit dem Kleinstpostauto nach Schuders. Eine wilde Strasse. Vom Ort ein Stück bergab durch die Meder ins Tobel. Der Weg ist im Winter gesperrt. Heute ist er schneefrei und gefahrlos gehbar. Am Sagen/Grossbach treffe ich auf die asphaltierter Strasse nach Mutta. Überraschung! Dacht das sei ein Forst-/Alpweg. Gehe bis kurz vor Salfsch auf der Strasse, dann auf dem Grat meist weglos über das Untersäss und die Muttner Egg. Schnee liegt auf der Nordseite bis in den Mooswald hinunter. Auf dem Grat ist es aper bis an den Fuss des Hurscher. Auf tragendem Schnee vom Gipfel flacher immer etwas nördlich vom Sattel. Gehe mit leichten Steigeisen und Stöcken. Nach dem Bärgli in die Bärglitolen unter dem Chüenihorn. Verlasse diesen Kessel am südlichen Ende und gelange so in ein paar Kehren zum Fürggli.
Auf der St.Antönier Seite liegt mehr Schnee. Der Aufstieg hat viel Kraft gekostet. Deshalb steige ich nur kurz zum Girenspitz auf, um dann direkt zur Alp Garschina abzusteigen.
Tolle Sicht auf die Sulzfluh und die riesige Alp mit davor.
Der Schnee trägt – nur selten erwische ich eine faule Stelle. Passiere die Alp Garschina Hütten und bin dann auf der zugeschneite Strasse.
Nach zwei Kurven ist der Schnee Geschichte. Gut 30 Minuten später bin ich in Rüti.

Fazit: Super Frühlingswetter. Auf der Schuders Seite nicht so ruhig wie gedacht.

Gesamtstrecke: 15304 m
Maximale Höhe: 2336 m
Minimale Höhe: 1030 m
Gesamtanstieg: 1463 m
Gesamtabstieg: -1276 m
Gesamtzeit: 05:00:21
Download file: 2020-04-17-Schuders-St-Antoni.gpx

Molare – Alpe Stou – Punta di Stou – Pizzo Molare – Arbion – Sasso Bianco

Die Wettervorhersage für den Süden ist gut, die Lawinengefahr mässig (Stufe 2).
Starte hoch über Faido in Molare mit Morgensonne. Der Alpweg nach Riell Scür ist ab dem Dorfrand schneebedeckt. Die Hänge sind aper. Gehe bis Narbiom dann durch Waldlichtungen zu den Hütten von Stou di Sotto Nun bin ich über der Baumgrenze und sehe mein Ziel den Pizzo Molare – mächtig auf gebaut. Die Cumasne vor der Bergkette ist unterschiedlich steil. Mein Kurs ist so gewählt das ich nur kurz über 30° steigen muss.
Oben dann die nächste Stufe. Bis zur Punta di Stou wird es immer stotziger. Im oberen Bereich bis 40° Zum Glück ist die Ostseite der Rinne ausgeblasen der Schnee ist griffig.
Ups so habe ich die Landschaft  auf Arbion bis zum Pizzo Molare auf der Karte nicht gelesen. Entweder muss ich dem Grat entlang dann runter oder etwas südlich direkt herunter zum Sattel unter dem Pizzo Molare. Ich dachte es sei mehr oder weniger flach…
Gehe oben durch. Von weitem sieht der Aufstieg zum Pizzo Molare arg aus. Aus der Nähe etwas mässiger. Montiert trotzdem Steigeisen,  deponiere mein Gepäck und die Schneeschuhe auf dem Sattel.
So steige direkt ich leicht zum Gipfel. Das Kreuz ist fast ganz mit Schnee bedeckt. Kann problemlos auf die Spitze steigen. Die Wächten sind mächtig, die Aussichten prächtig.
Der Rückweg. Gehe herunter zum Gepäckdepot. Ab hier wieder mit Schneeschuhen zum östlichen Rand der Alp Arbion bis zu Punkt 2214. Weiter dem Grat der Sasso Bianco entlang Richtung Punta di Stou. Eigentlich wollte ich hoch bis über Cari gehen. Bin die Route vor vier Jahren mit Schneeschuhen gewandert. Aber ich habe genug und will den schönen Aufstiegshang bergab geniessen. Den oberen Teil gehe ich wieder mit Steigeisen das scheint mir vernünftig.
Nach vierzig Höhenmeter wechselte ich dann definitiv auf die Schneeschuhe. Nutze die mit Pulverschnee gefüllten Mulden für einen rasanten Abstieg über die Cumasne.
Auf dem Bänkli bei der Alphütte Stou di Sotto, geniesse ich die Sonne. Nun noch durch den Wald via Madarloi auf den Alpweg bei – Riell Scür. Zehn Minuten bevor mein Bus nach Faido fährt bin ich in Molare. Gerade genug Zeit um mein Material zu verstauen.

Fazit: Viel Sonne, abwechslungsreiche Landschaft. Sehr Ruhig. Selten ältre Spuren,  auch heute keine Tourengänger gesehen.

Gesamtstrecke: 12294 m
Maximale Höhe: 2556 m
Minimale Höhe: 1494 m
Gesamtanstieg: 1482 m
Gesamtabstieg: -1482 m
Gesamtzeit: 05:31:31
Download file: 2020-02-18-Faido-Pizzo_Molare.gpx

Mürren – Obri Brich – Schilttal – Spilboden – Bryndli – Sefiritta – Sefina – Rotstockhütte – Hundshubel – Sefinafurgga – Punkt 2626 – Augstchrummi – Trogegg – Gamchibalm – Uf der Moräne – Gamchigletscher – Oberloch – Bundläger – Bundalp – Dünde – Griesalp 

Mürren am Morgen liegt lange im Schatten. Mütze, Handschuhe, Jacke und zügig gehen ist abgesagt. Erst durchs Dorf dann auf Asphalt bis Obri Brich. Hier beginnt ein schmaler Pfad der mich ins Schilttal und auf den Spilboden führt. Nun geht es heftig  bergauf Richtung Bryndli. Ab 2000 Meter Höhe  auf dem flachen Wanderweg in den zünftigen Südhängen der Sefiritta bis zur Rotstockhütte. Die Route zur Sefinafurgga steigt über mehrere Stufen am Hundshubel vorbei immer tiefer ins Tal.

160 Höhenmeter unter dem Pass geht es in den Schnee. Der Aufstieg liegt im Schatten und ist vereist und schneebedeckt. Ich montiere die Steigeisen und komme so bequem in direkter Linie zum Grat. Hier wird gebaut. Was erkenne ich nicht. Wahrscheinlich eine Holztreppe östlich und westlichen des Überganges. Ich steige südlich der Sefinafurgga höher auf 2700 Meter Höhe und komme so über eine Felsrippe. Der Ausgang für die Querung des  Schneehanges zum Übergang bei Punkt 2626. Dreissig Zentimeter harter Triebschnee und teilweise über 35° Hangneigung, ideal mit meiner Ausrüstung.

Von Punkt 2626 gehe ich weiter Richtung Gespaltenhornhütte. Erst Zickzack durch den Abhang zu einer Felsstufe die mit einer Leiter gemeistert wird. Meine Tour führt jetzt unter den bedrohlichen Wänden der Bütlasse durch. Ein nächster vereister Felssaufschwung bringt mich ins Gamchital an die Sonne. Der Weg verläuft kurz ziemlich ausgesetzt um dann moderater durch Geröllhalden den Hüttenweg zu treffen.
Ich mache wie immer ein Bogen um die SAC Hütte und gehe direkt auf die Moräne. Nur kurz – mein Weg zur Bundalp quert nun die Gletscherzunge des Gamchigletschers und die sehr tiefe Schlucht des Gronernbaches. Eindrücklich.

Auf der Westseite gilt es jetzt erst die rutschenden und danach die überwachsen Moränen zu erklimmen. Der Gegenaufstieg kostet Kraft. Nach einer flachen Kuppe und einem kurzen Abstieg ins Oberloch folgt der letzte Hammer 80 Höhenmeter auf die Weiden der Bundalp.
Die Alpstrasse kommt in Sicht. Ich folge dieser bis zur Abzweigung nach Dünde. Die Verbindung ist ein Grasweg. Auch diese Alp ist verkehrstechnisch voll erschlossen. Bis zur Griesalp nutze ich mal die Strasse, mal den alten Weg. Auf der Griesalp habe ich noch Zeit für ein Most und ein Dessert bevor mich das Postauto die steilsten Postautostrasse der Schweiz hinunter nach Reichenbach bringt.

Fazit: Abwechslungsreiche Tour bis in schneebedeckte Höhen. In  Sichtweite von Wetterhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Schilthorn, Gespaltenhorn, Blümlisalp, Ärmighorn und dem Niesen. Aus fotografischer Sucht sollte man die Tour umgekehrt gehen um die Highlights immer vor sich zu sehen.

Gesamtstrecke: 21573 m
Maximale Höhe: 2669 m
Minimale Höhe: 1405 m
Gesamtanstieg: 1429 m
Gesamtabstieg: -1664 m
Gesamtzeit: 05:47:31
Download file: 2019-10-11_Sefinafurgga.gpx

 

Grütschalp – Allmendhubel – Schilthornhütte – Bietenlücke – Schwarzbrig / Bietenhorn – Soustal – Strychertal – Sousläger – Marcheggwald – Grütschalp

Der Nebel bleibt lange hängen,  ja er dehnt sich sogar aus. Ich bin deshalb mürrisch in Mürren.

Starte auf der Grütschalp gehe den Höhenweg zum Allmendhubel. Es liegt  Schnee. Der Weg ist aper. Das Lauterbrunnental heizt sich auf und erzeugt so viel Nebel aus der Feuchtigkeit von gestern. Beim Allmendhubel überlege ich kurz die Wanderung abzubrechen.

Nach einem Züni motiviere ich mich weiter zu gehen. Ich steige zügig zur Schilthornhütte auf. Bald bin ich über dem Nebel, der mir allerdings immer auf den Fersen ist. Immer höher bis zum Bietenlücke. Auf dem Grat zum Schwarzbrig / Bietenhorn liegt etwa 20cm Schnee optimal zum aufsteigen. Die Schlüsselstellen vor und nach dem Pass sowie am Grat sind mit Seilen versehen. Winzigerweise plastifiziert…. Am Gipfelkreuz des Schwarzbrig ergibt sich eine phantastische Rundsicht. Eiger, Mönch, Jungfrau,  Schilthorn, Schwalmere, Lobhörner, Faulhorn, Schwarzhoren, Wetterhorn und viele mehr.

Zum Absteigen montiere ich Steigeisen. Ideal – nur meine linke Hüfte findet die Stösse seien zu ruppig. Was soll’s ich geht sicher.  Von der Bietenlücke beobachte ich 4 Berggänger im Aufstieg aus dem Soustal. Der erste mit Händen und Füssen ohne Handschuhe am Spuren. Der nächst mit letzter Kraft trotz Stöcken, der dritte unauffällig motivierend. Weit unten ein Trailrunner mit System „zwei Schritte vor einer zurück rutschen“ er quält sich gewaltig immerhin nutzt er Stöcke und trägt Handschuhe.

Ich gehe in direkter Line zum Fuss des Steilhanges. Die Spur nimmt einen unlogischen Verlauf weit nach Westen. Den Grund erkennt man erst aus dem Tal. Es ist ein Felsband das etwa 750 Meter lang ist. Im Talgrund bietet sich eine geniale Perspektive  auf die Chilchflue. Den Weg über die Alp Oberberg kenne ich – deshalb gehe ich den wenig begangenen Weg durch das Strychertal zum Sousläger. Im unter Teil quer ich dabei einen schön überwachsen Felssturz.
Nun noch 30 Minuten durch den Marcheggwald zur Station  Grütschalp.

Fazit: Erstes Viertel mürrisch über Mürren. Der Rest ein Traum im Neuschnee.

Gesamtstrecke: 19114 m
Maximale Höhe: 2715 m
Minimale Höhe: 1482 m
Gesamtanstieg: 1539 m
Gesamtabstieg: -1539 m
Gesamtzeit: 06:03:04
Download file: 2019-10-03_Schwarzbrig.gpx