Archiv für den Monat: Juni 2020

Engstligenalp – Ärteleggrat – Schedelsgrätli – Tschingellochtighore Traverse – Entschligegrat – Chindbettipass – Tälli – Rote Totz Lücke – Rote Totz – Lämmerenplatten – Rote Chumme – Felshoreband – Tschalmeten – Schwarzgrätli – Wyssi Flue – Üschenegrat – Sunnbüel

Engstligenalp – Ärteleggrat – Schedelsgrätli – Tschingellochtighore Traverse – Entschligegrat – Chindbettipass – Tälli – Rote Totz Lücke – Rote Totz – Lämmerenplatten – Rote Chumme – Felshoreband – Tschalmeten – Schwarzgrätli – Wyssi Flue – Üschenegrat – Sunnbüel

Mit der ersten Bahn auf die Engstligenalp. Wolkenlos – um 18 Grad  – ein perfekter Tag zum wandern. Steig zügig am Ärteleggrat auf. Am Fusse des Tschingellochtighore habe ich zwei Möglichkeiten. Ich gehe die nördlich Route. Ein schmaler Pfad führt mich hier durch die nassen abschüssigen Nordost ausgerichteten Halden zum Schedelsgrätli. Vom Sattel ist der Felsen des Tschingellochtighore in sehr schönem Licht. Der Wanderweg steigt von Nordenosten direkt an die senkrecht aufragenden Felswände um dann diesen bequem zu folgen. Toll angelegt dieser Wanderweg. Nutze eine Bank an den Felsen zum geniesse des Panoramas. Weiter über den erst breiten Entschligegrat. Kurz vor dem Chindbettipass steht der namensgleiche Hore im Weg. Ich umgehe diesen im Westen und stehe als bald auf dem Pass. Hier könnte man unschwer zum Tierhöri aufsteigen.

Mein Plan führt mich jedoch ins Schnee gefüllte Tälli zwei steilere Schneefelder werden dabei gequert. Im Tal auf der Ostseite über Schnee zur Rot Totz Lücke und nach Nordosten Richtung Totz – immer noch auf fester Schneedecke. Der markante  Aufschwung zum Roten Totz ist schneefrei und trocken. Gehe direkt auf der Kante, diese ist gut gestuft und deshalb gefahrlos zu meistern. Der Gipfel ist ausladende flach. Gehe eine Runde auf dem Roten Totz und steige dann südlich durch die harmlosen Flanken auf den Boden auf 2750 Meter Höhe ab.  Jetzt muss ich etwas suchen um eine geeignete Stelle zum absteigen auf die Höhe von 2620 Metern zu finden. (Habe meinen GPX Skizze vergessen zuladen…) Nutze ein ziemlich steiles Schneefeld um circa 100 Meter tiefer zukommen.  Gehe nun auf dem Absatz über der Lämmerenplatten. Herrlich ruhig. Von Punkt 2605 geht es auf einer Schnee gefüllten breiten Rinne bis an den Wanderweg beim Boden in der Rote Chumme. Quere diesen und steige auf dem Karstband unter dem Felshore Richtung Norden auf. Immer tolle Sicht auf die Gemmi und ihr „Bergtheater“. Drei Rinnen und ein scharfer Gegenanstieg und ich erblicke den See auf Tschalmeten. Ab hier ein spassiger Rutsch auf gutem Schnee bis fast an den See.

Am Schwarzgrätli treffe ich auf die Wanderwege und ihre Benutzer. Folge meinem Plan und gehe über Wyssi Flue und am Üschenegrat entlang. Zum Schluss noch der verwegene Zickzackweg zum Sunnbüel. Finde die Passage dem Grat entlang nicht so berauschend. Der Weg ist mir zu ruppig. Der Blick ist immer auf dem Pfad. Würde ein andermal nach Schwarenbach absteigen und die Strasse via Arvenwald und See nutzen hier kann man die Blicke im Gehen schweifen lassen und geniessen.

Fazit: Bestes Wetter, abwechslungsreiche Landschaft.

In der Nähe der Tschalmeten stosse ich von  oben auf die unaufgeregte Steinbock Kolonie (25-30 Tiere), die mich im Herbst 2019 über Schwarenbach in Angst und Schrecken versetzt hat (Steinschlag).
Heute ist diese Begegnung der Höhepunkt des Tages!

Gesamtstrecke: 19993 m
Maximale Höhe: 2820 m
Minimale Höhe: 1893 m
Gesamtanstieg: 1785 m
Gesamtabstieg: -1808 m
Gesamtzeit: 07:15:12
Download file: 2020-06-30-Chindbettipass-RoteTotz.gpx

Passo del San Gottardo – Alpe di Fortünéi – Bassa della Prosa – Monte Prosa – Pizzo Fortünéi – Gloggentürmli – Alpe della Prosa – Valletta – Ovi della Cassinetta – Lago della Piazza

Das Postauto bringt mich bequem von Airolo auf den Gotthardpass. Wandere nach Norden am östlichen Rand der Seen entlang. Folge nun dem Strasse von der Passhöhe zur Alpe di Fortünéi. Es ist ruhig dahinten unweit vom Trubel auf dem Pass – ich bin den ganzen Tag allein unterwegs. Kurz vor der Hütte bei Punkt 2305 verlasse ich den Weg  und steige durch die Valletta auf. Auf halber Höhe beginnen ausgedehnte Schneefelder.  Weiter zur Bassa della Prosa die letzten fünfzig Höhenmeter auf Blockschutt. Schön warm der Aufwind der vom Lago della Sella aufsteigt.. Gehe Richtung Südwesten auf dem breiten Grat. Auf 2700 Meter Höhe ändert sich die Unterlage statt Gras und Sand  sind jetzt Blockfelshaufen zu meistern.  Etwa 120 Meter vor dem Gipfel habe ich die Höhe fast erreicht. Aber die Route ist nun ausgesetzt und nicht immer klar. Links, rechts oder überklettern ist mehrmals gefragt. Am grössten Block kurz vor dem Gipfel scheitere ich links und direkt ist mir zu arg. Also muss ich rechts etwas runter und auf Altschnee blanchierend passieren. So gelange ich unter den Gipfelaufbau. Ein paar Meter leicht klettern und ich stehe auf dem Gipfel des Monte Prosa.  Pause und Aussicht geniessen!
Zurück ist der Weg klar. Ich bin flink auf der Bassa. Von hier steige ich Richtung Norden der kontinentalen Wasserscheide nach auf. Die Felszacken auf der Route sind leicht zu überklettern. Das letzte Stück zum Gipfel ist dann glatter. Ich erreiche den Höchsten Punkt des Pizzo Fortünéi über ein Schneefeld. Pause, verpflegen und ein Mittagsschaf  an der warmen Sonne.
Der Abstieg: Auf ausladende Schneewächten bis an die ersten Zacken der Gloggentürmli. Hoppla da muss ich ja etwas mehr aufpassen. Zwei abfallende, sandige Passagen und ich stehe am Gloggentürmli Pass. Ein paar Fotos und weiter. Und auf  den obersten Boden mit dem Seeli über der Alpe della Prosa zurück. Das Wasser ist blau gefroren. Gehe weiter bis zur Lücke nördlich von Punkt 2654 und steige in einen Bogen in der Valletta zu meiner Aufstiegsspur ab. Kreuze diese am Riale di Fortünéi  und ziehe Richtung Punkt 2447. Schau ob ich ins Ovi della Cassinetta absteigen kann. Wahrscheinlich über das grosse Blockfelsfeld unter Punkt 2605. Steige also wieder bergauf. Die Landschaft ist ein Traum. Plötzlich sehe ich wie ich absteigen kann. Ein Schneeband bietet sich gerade zu an. Auf 2500 Meter Höhe klettere ich fünf Meter  über eine Fels Rinne zum Schnee ab. Nun die 250 Meter lange  Schneerutsche bergab – was für ein Spass. Erreiche den  Stufe auf  2400 Meter Höhe mit Liegefelsen. Hier geniesse ich die Sonne in vollen Zügen, mit Sicht zur wilden  Nordostflanke des Monte Prosa.
Von hier bin ich in 25 Minuten am Gotthard Hospiz wo mein Postauto abfahrbereit steht.

Fazit: Monte Prosa – ein Gedicht.

Gedanken zum Gotthardpass und Hospiz.
Was da oben alles verbaut wurde und wird! ( Neu 2020 Windräder mit notwendigen Zufahrtsstrassen).
Das touristische Angebot ist bescheiden bis öde. Man sieht: Das mehrheitlich motorisierte Tourist ist mit dieser unterklassigen Darbietung zufrieden.

Gesamtstrecke: 13570 m
Maximale Höhe: 2780 m
Minimale Höhe: 2089 m
Gesamtanstieg: 1102 m
Gesamtabstieg: -1102 m
Gesamtzeit: 05:23:31
Download file: 2020-06-24-Monte-Prosa.gpx

Arosa – Igl Cuolm – Alteiner Wasserfall – Altein Tiefenberg – Leidflue – Leidfluefurgga – Mittelberg – Sandhubel – Hüreli – Rüggji – Wiesner Alp – Rüggmad – Bawald – Davos Wiesen

Ganze Schweiz schön – sagt Meteo Schweiz. Und so ist es in Arosa. Gehe gemütlich Richtung Welschtobel und steige zum Alteiner Wasserfall auf. Reger Betrieb auf dem Wanderweg zum Alteinsee den ich in knapp zwei Stunden erreiche. Hier verlasse ich den markierten Weg und  den Touristenstrom.
Vom Alteinersee gehe ich westlich der Abbruchkante der Leidflue entlang bis zum Grat bei 2453m.. In einem stetigen auf und ab folge ich diesem fast einen Kilometer. Immer mit einem tollen Panorama über das Welschtobel zum Aroser Rothorn vor mir. Bald bin ich am höchsten Punkt der Leidflue-Kette die direkt ins Igl Cuolm abfällt oder besser bröckelt. Weiter leicht bergab zum Mittelberg bis zu Punkt 2428. Hier beginnt der weglose, unmarkierten Westgrat zum Sandhubel. Ab und zu muss ich Hand anlegen und einige Meter klettern um sicher weiter zukommen. So scharf habe ich den Aufstieg nicht aus der Karte gelesen. (T4  / UIAA I) Oben kurz vor dem Gipfel wird es breiter und flacher. Tolle Rundsicht auf dem Gipfel des Sandhubels. Dekorativ sind die alten  Schneewächten. Gehe nach Osten bis zu Punkt 2729. Hier stehen fünf Steinböcke wie in der Graubünden Werbung im Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Herrlich.
Der Abstieg: Erst etwas Richtung Westen Höhe haltend bis zum Wanderweg nach Gurgelun. Von der Lücke bei Punkt 2626 habe ich drei Möglichkeiten: Im Osten durch den Wang. Im Westen in den Kessel von Gurgelun. Oder meine geplante Route über den Zacken gezierten Grat zum Hüreli – Mal sehen. Es kommt gut. Die ersten aufgestellten Felsplatten stellen keine Probleme dar. Erst der markant Klotz – das Hüreli  lässt sich nicht so einfach überqueren. Ich gehe östlich vorbei. Eine 20 Meter breite stark abfallende Schiffer Rinne ist zu meistern – heikel ohne Werkzeug. Auf der andern Seite der Rinne habe ich die Wahl: +45° Grasflanke über Felsabbruch queren oder UIAA II hoch zum Grat. Ich nehme die Kletterpartie und lande auf einem breiten Felsnasenrücken. (Wahrscheinlich könnte man das Hüreli auch direkt von Norden im Bereich von UIAA II überklettern.  Es sind zwei einzelne Türme zu überwinden.)
Nun wird es nicht flacher aber breiter und deshalb harmloser. Auf Höhe der ersten Bäume beginnt eine Kuhweide. Ich folge meiner Line weiter bis zum Pfad auf etwas 1900 Meter Höhe, Richtung Wiesner Alp. Zum Schluss von der Alp über die Rüggmad bis auf  1720 Meter Höhe. Hier biegt der Weg in die Flanken des Bawald ab. Der Weg ist sanft absteigenden Richtung Davos Wiesen das ich  über ausladende Kehren erreiche.

Fazit: Herrliches Wetter, abwechslungsreiche, einsame Tour.

Gesamtstrecke: 19819 m
Maximale Höhe: 2743 m
Minimale Höhe: 1431 m
Gesamtanstieg: 1550 m
Gesamtabstieg: -1857 m
Gesamtzeit: 07:00:04
Download file: 2020-06-23-Arosa-Wiesen.gpx

 

Zwischbergen – Pussetta – Wairasee – Tschawinersee – Irgilihorn – Tschawinerpass – Tschawinerhorn – Tschawinerweiher – Bocchetta Gattascosa – Cima Mattaroni – Cima del Tirone – Passo di Monscera – Pussetta – Serra

Bequem bringt mich Postauto Schweiz ans Ende der Schweiz. Der Bus nach Sera fährt direkt von Brig. Auf dem Simplon ist es stürmisch. Und Feuchtigkeit hängt am Monte Leone und dem  Breithorn. Der Simplonpass und das Fletschhorn sind klar und gut besonnt.Ich fahre allerdings noch eine Weile bis ins Zwischbergental.
Starte in Sera gehe  über das Grossus Wasser Brüggli, dann unzählige Kehren durch lichten Lerchenwald zur Alp Pussetta. Oben halte ich mich westlich der Alp. Ich gelange so über eine Steilstufe zum ersten See. Der Wairasee  wird nicht der letzte See sein heute.. Herrliche Landschaft. Etwas höher zeigt sich der grosse Tschawinersee. Das Breithorn in meinem Rücken ist nun in voller Pracht sichtbar und  zeigt wieso es so heisst. Vom Tschawinersee gehe ich westlich weglos zum Grat. Oft dem Blockschutt folgend,  dieser ist hier gut verfestigt und optimal gestuft. Folge nun dem abwechslungsreichen Grat auf das Irgilihorn, über den Tschawinerpass zum Tschawinerhorn. Der Route ist nie ausgesetzt, ab und zu muss man jedoch die Hände brauchen um sicher weiter zu kommen.
Pause an der warmen Sonne auf dem Gipfel.
Steige nun zum Tschawinerweiher ab. Viel mittelgroßer Blockschutt ist zu begehen. Dankend nutze ich die einzelnen Seefelder, darauf geht es sich gemütlicher. Ein weiter Stufe tiefer noch ein dekorativer See – dieser  ist teilweise gefroren. Treffe hier auf den Wanderweg zur italienischen Grenze an der Bocchetta Gattascosa natürlich auch hier ein Tümpel. Folge der Grenze über die Cima Mattaroni,  Cima del Tirone auf einem unmarkierten Pfad zum Passo di Monscera mit Seeli…
Kurz vor dem Pass verlasse ich den Grat und steige zügig ziemlich direkt über die Alp Pussetta ins Zwischbergental nach Serra ab.

Fazit: Herrliche Bergseelandschaft am Ende der Schweiz.

Gesamtstrecke: 14844 m
Maximale Höhe: 2464 m
Minimale Höhe: 1286 m
Gesamtanstieg: 1410 m
Gesamtabstieg: -1410 m
Gesamtzeit: 05:04:17
Download file: 2020-06-22-Zwischbergen.gpx

Balerna –  Gole della Breggia – Castel San Pietro – Salorino – Mendrisio – Cortglia – Morbio Inferiore – Vacallo – Chiasso

Beginne in Balerna und wandere in die Gole della Breggia mit dem alten Betonwerk am Eingang. Ein paar Lost Place Fotos und weiter geht es in der Schlucht. Tief, rauschend und kühl empfängt sie mich. An einigen Stellen kommt man gut ans Wasser mit den stiebenden Fällen. Nach der dritten Brücke verlasse ich den Graben und steige nach Castel San Pietro.

Ab hier folge ich dem Weinbergweg über Salorino bis Mendrisio. Schlenderte durch die alten Gassen des Ortes vorbei am Kloster der Serviten mit Kirche San Giovanni, weiter zum Zentrum mit Chiesa dei SS. Cosma e Damiano e Torre medioevale. Vorbei am bunt bemalten Palazzo Pollini zum Platz mit der roten Chiesa dei Cappuccini, der Biblioteca dell’Accademia di architettura und dem auffälligen Teatro dell’Architettura neben dem Spital. Südlich anschliessend finde ich ein gutes Motiv für meine abstrakte Galerie  – es ist der Sockel der Casa di Pictor. Vom Spital durch das Quartier Villa Foresta (hier ist die Swimingpooldichte besonders hoch) nach Cortglia und eine Ebene tiefer als auf dem Hinweg zurück nach Castel San Pietro. Hier steige ich direkt zum Betonwerk in der Schlucht ab und gleich wieder bergab nach Morbio Inferiore. Eindrücklich die Treppe vor der Kirche Santa Maria dei Miracoli. Zum Abschluss durch das grüne und kühle Valle di Spinee südlich der Sportplätzen und Schulen.  Von Chiesa dei Santi Simone e Giuda Taddeo in Vacallo bergab zur  eingepackten Autobahn durch Chiasso. Auf der anderen Seite der A2 steht ein fotogene Investitionsruine  das Centro Ovale. Nach wenigen Minuten bin ich auf der Piazza Indipendenza mit dem ehemaligen Hotel Helvetia unweit vom Bahnhof Chiasso.

Fazit: Eine verborgene Schönheit die Gole della Breggia in Balerna. Gemütlich durch die Reben des Mensrisiotto. Farniente  in Mendrisio den Sommer geniessen im südlichen Süd der Schweiz.

Gesamtstrecke: 19703 m
Maximale Höhe: 508 m
Minimale Höhe: 240 m
Gesamtanstieg: 485 m
Gesamtabstieg: -520 m
Gesamtzeit: 05:02:51
Download file: 2020-06-18-Chiasso.gpx

Wartau – Oberschan – Zerstruis – Bärentobel – Tobelegg – Schaneralp – Bi de Seen – Alvier Chemmi – Mürli – Stelli – Älplichopf – Schindle / Luegi – Alp Castilu – Schindle – St. Georgen – Berschis – Flums

Föhnig! Es ist extrem klar und angenehm warm in der Wartau über dem Rheintal.
Starte in Oberschan gehe leicht steigenden Richtung Zerstruis und dann durchs Gannatobel  zum Bärentobel. Mein Plan dem Sevelerbach folgen. Der Beginn ist zäh – massive Betonschwellen  sind in den Bach gebaut. Umklettere die ersten drei Bauten möglichst eng. Dann weiche ich  nach Norden via das Moos aus und gelange über einen Weg zurück zum Bach auf 965 Meter Höhe. Nah ja – einfacher ist es hier nicht, kein Kunstbauten mehr aber wilde Wasserrutschen. Der Bach fliesst oft in der Rinnen von grossen Felsplatten. Kämpfe mich mal im Wasser, mal in den Flanken, Stufe für Stufe höher. Schwer – oft T4 – immer sehr rutschig so wohl im Bach als auch auf den Seiten. Den Wasserfall  auf 1038 Meter Höhe  schaffe ich mit viel Kraftaufwand.  Auf 1150 Meter Höhe habe ich genug Energie verbraucht und den Spass verloren. Ich steige südlich aus dem Tobel zum Alpläui auf, vorbei an der Hüterhütte Vorderegg und  dann wieder durch den nun zahmer Sevelerbach hoch. Bald ist das Bachbett trocken es wird aber zunehmend steiler. Auf 1630 Meter Höhe quere ich Höhe haltend die Tobelegg. Der Föhn ist nun stark und deutlich kühler als im Graben. Gehe in grossen Bogen  immer schön bergauf und nach Süden zu den Seen. Der nördliche See ist gut gefüllt, nur ein Viertel ist eisfrei. Den obern See ereiche ich über ein Schneefeld, von hier gehe ich weiter auf Schnee zur nördlichen Forggla. Umgehe die Senke unter dem Gauschla  im Norden und gelange so zum Einstieg ins Chemmi. Trotz starkem Föhn (bis 60 kmh) ist der Alvier gut besucht.
Ich steige zügig durch das Chemmi in die Stei ab. Gehe westlich zum Mürli und steige hier in die Blöcke des alten Felssturzes vom Chli Alvier hoch.
Pause im Windschatten eines Felsblockes, mit Sicht zum Walensee und den Churfirsten. Herrlich!
Wandere zu Stelli, Alpeli und hinauf zum Alpelichopf. Folge der alten Weidemauer durch die verwaldeten Alpwiesen zum Aussichtpunkt  Schindle / Luegi. Hier beginnt die Strasse. Weiter zur Alp Castilu, über die Berschnerbachbrücke zum Schröterchopf.  Es folg der lange Abstieg auf der Sennis-Strasse nach Berschis . Noch ein Abstecher zur weit herum sichtbaren Kappelle St. Georgen und an der Lourdes-Grotte vorbei ins Dorf. Hier gibt es ein Glace aus dem Volg. Fünfzehn Minuten später bin ich am Bahnhof Flums.

Fazit: Föhnstimmung. Alvier und Palfris sind immer ein Wanderung wert, besonders die Aussicht zum türkisblauen Walensee ist grandios.  Sevelerbach / Bärentobel ist kein Höhepunkt, dass triff auch auf die Sennis-Strasse zu.

Gesamtstrecke: 24452 m
Maximale Höhe: 2161 m
Minimale Höhe: 439 m
Gesamtanstieg: 2034 m
Gesamtabstieg: -2264 m
Gesamtzeit: 09:13:41
Download file: 2020-06-12_Chemmi-Alvier.gpx