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Molare – Alpe Stou – Punta di Stou – Pizzo Molare – Arbion – Sasso Bianco

Die Wettervorhersage für den Süden ist gut, die Lawinengefahr mässig (Stufe 2).
Starte hoch über Faido in Molare mit Morgensonne. Der Alpweg nach Riell Scür ist ab dem Dorfrand schneebedeckt. Die Hänge sind aper. Gehe bis Narbiom dann durch Waldlichtungen zu den Hütten von Stou di Sotto Nun bin ich über der Baumgrenze und sehe mein Ziel den Pizzo Molare – mächtig auf gebaut. Die Cumasne vor der Bergkette ist unterschiedlich steil. Mein Kurs ist so gewählt das ich nur kurz über 30° steigen muss.
Oben dann die nächste Stufe. Bis zur Punta di Stou wird es immer stotziger. Im oberen Bereich bis 40° Zum Glück ist die Ostseite der Rinne ausgeblasen der Schnee ist griffig.
Ups so habe ich die Landschaft  auf Arbion bis zum Pizzo Molare auf der Karte nicht gelesen. Entweder muss ich dem Grat entlang dann runter oder etwas südlich direkt herunter zum Sattel unter dem Pizzo Molare. Ich dachte es sei mehr oder weniger flach…
Gehe oben durch. Von weitem sieht der Aufstieg zum Pizzo Molare arg aus. Aus der Nähe etwas mässiger. Montiert trotzdem Steigeisen,  deponiere mein Gepäck und die Schneeschuhe auf dem Sattel.
So steige direkt ich leicht zum Gipfel. Das Kreuz ist fast ganz mit Schnee bedeckt. Kann problemlos auf die Spitze steigen. Die Wächten sind mächtig, die Aussichten prächtig.
Der Rückweg. Gehe herunter zum Gepäckdepot. Ab hier wieder mit Schneeschuhen zum östlichen Rand der Alp Arbion bis zu Punkt 2214. Weiter dem Grat der Sasso Bianco entlang Richtung Punta di Stou. Eigentlich wollte ich hoch bis über Cari gehen. Bin die Route vor vier Jahren mit Schneeschuhen gewandert. Aber ich habe genug und will den schönen Aufstiegshang bergab geniessen. Den oberen Teil gehe ich wieder mit Steigeisen das scheint mir vernünftig.
Nach vierzig Höhenmeter wechselte ich dann definitiv auf die Schneeschuhe. Nutze die mit Pulverschnee gefüllten Mulden für einen rasanten Abstieg über die Cumasne.
Auf dem Bänkli bei der Alphütte Stou di Sotto, geniesse ich die Sonne. Nun noch durch den Wald via Madarloi auf den Alpweg bei – Riell Scür. Zehn Minuten bevor mein Bus nach Faido fährt bin ich in Molare. Gerade genug Zeit um mein Material zu verstauen.

Fazit: Viel Sonne, abwechslungsreiche Landschaft. Sehr Ruhig. Selten ältre Spuren,  auch heute keine Tourengänger gesehen.

Gesamtstrecke: 12294 m
Maximale Höhe: 2556 m
Minimale Höhe: 1494 m
Gesamtanstieg: 1482 m
Gesamtabstieg: -1482 m
Total time: 05:31:31
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Magliaso – Caslano – Poncione – Torrazza – Monte Caslano – Ponte Tresa (Frühling im Februar 2020)

Gesamtstrecke: 15447 m
Maximale Höhe: 518 m
Minimale Höhe: 271 m
Gesamtanstieg: 421 m
Gesamtabstieg: -419 m
Total time: 04:01:59
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Biasca – Chiesa di San Carlo Borromeo – Chiesa dei Santi Pietro e Paolo – Kreuzweg – Santa Petronilla – Motta – Aldirei – Monte Robart – Motta Bella – Monte Robart – Reisc – Tecett – Piotela – Cömbra – Santa Maria del Castello – Pozzone di Osogna –  Oratoria San Rocco – Osogna

Start in Biasca. Bis zur Kirche San Carlo Borromeo der Bahn entlang. Aufstieg zur Chiesa dei Santi Pietro e Paolo. Den  Kreuzweg entlang zur Brücke, Wasserfall und Kappel Santa Petronilla.

Ab hier ist der Weg Richtung Albat rauer aber gepflegt. Er windet sich durch steile Ziegenweiden und quert in den Bändern von Motta. Ich passiere die Seilbahn bei Aldirei. Kurz danach geht es Zickzack hoch. Auf 820 Meter über Meer ist in paar Meter neben dem Weg an einem Felsen eine blaue Markierung RIPARI  FSS. Der Pfad ist nun ungepflegt und teilweise schwer zu erkennen. Ich orientiere mich an Felsen die aus dem Gras/Farn ragen und eine Reihe bilden. Ab und zu ist eine blaue Markierung oder Steinmännchen vorhanden. Das Gelände ist meist steil die Spur steigt nur moderat. Im Zweifel halte ich die Höhe.
Die Ruine Motta Bella bildet den geographischen Höhepunkt meiner Wanderung. Etwas weiter ist die Abzweigung nach Piotela ist leicht zu verpassen. Ich gehe hier zu weit. Bei den ersten Sicherungsseilen unter dem Aussichtspunkt auf 780 Meter  Höhe werde ich skeptisch. Ich bin zu tief und muss zurück. Der Übergang in den Graben östlich hoch über Giüstizzia  ist nicht markiert und der Pfad überwachsen. Hinter einem Felsblock ist die Route dann klar erkennbar die Passage des Baches problemlos. Auf der Südseite ist der Weg gepflegt und gemäht. Das Trinkwasser für Reisc/Tecett /Piotela kommt von hier. Der Weiler ist mit einer Transportbahn erschlossen und gut im Schuss. Die Aussicht vom Kreuz ist herrlich. Die Sonne brennt nun richtig. Zeit zum Sonnenbaden.

Jetzt geht es runter, gut gebaut windet sich der Pfad um die Felsbänder. Bis zum Weiler Cömbra hier wird gearbeitet – Holz sägen. Weiter bis zur Kappelle Santa Maria del Castello über dem Dorf Osogna. Zuletzt durch Reben auf den  alten Dorfplatz. Von hier mache ich einen Abstecher zum Pozzone di Osogna den ich schon von der Kapelle gesehen habe. Ein herrlicher grosser Pool – glasklar.

Habe etwas Zeit bis mein Bus fährt und mache noch einen Dorfrundgang. Oratoria San Rocco, die moderne Dorfschule und einzelne Häuser sind fotogen.

Fazit: Die Wanderung ist in der Mitte etwas für Fährtensucher, zum wandern eher öde –  wären am Anfang und am Ende nicht die geistlichen Kulturgüter und die spektakulären Wasserfälle. 

Gesamtstrecke: 11547 m
Maximale Höhe: 918 m
Minimale Höhe: 269 m
Gesamtanstieg: 1090 m
Gesamtabstieg: -1111 m
Total time: 04:05:44
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Sonogno – Frasco – Brione Verzasca – Piee – Ganom – Cascata del Valegg di Gann – Lavertezzo

Heute von oben nach unten, das Tal ist bis Brinone breiter und lieblicher,als von Brione nach Tenero. Von Piee  machen wir einen Abstecher durch das Gebiet Ganom mit den Kletterfelsen und dem Cascata del Valegg di Gann.
Fazit: Das Verzascatal ist immer eine Wanderung wert.

Gesamtstrecke: 17806 m
Maximale Höhe: 929 m
Minimale Höhe: 537 m
Gesamtanstieg: 396 m
Gesamtabstieg: -724 m
Total time: 06:13:13
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Corippo – Lavertezzo – Ganne – Brione Verzasca

Gesamtstrecke: 11661 m
Maximale Höhe: 769 m
Minimale Höhe: 479 m
Gesamtanstieg: 709 m
Gesamtabstieg: -453 m
Total time: 04:10:35
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Lavertezzo – Valegg d’Orgnana – Laghetto d’Orgnana – Boccetta d’Orgnana – Pizzo d’Orgnana – Mött di Pegor – Cima – Valaa – Pizzit – Mergozzo – Val di Chiegg – Gordevio

Unter der Ponte di Salti ist alles voll um 9 Uhr – die Instagram Meute ist im Verzascatal angekommen. Ich gehe im Westen der Verzasca entlang und bin bald für mich. Fotografiere ein bisschen grünes Wasser und bunten Fels. Schön.
Aber nun an die Arbeit… Zwölfhunert Meter nach der Brücke in Lavertezzo geht es los. Der Wanderweg ist am Anfang aufgefrischt. Nach fünfzehn Minuten bergauf markieren Handschuhe unter einem Trittstein das Ende der Weginstandhaltung. Die ersten Felswände weissen den Weg zum Taleingang. Schatten und das Rauschen des Valegg da Cansgel beschäftigen nun meine Sinne. Der Weg steigt stetig und ist nun immer in Sichtweite des Wassers. Ein Wasserfall folgt dem Nächsten, selten unterbrochen von Wasserrutschen ähnlichen Partien. Es gibt die eine oder andere schön Badestelle. Aber ich habe ja noch mehr vor –  also weiter. Etwa eine Stunde gibt es nur eine Richtung – nach oben. Schweisstreibend steil!
Dann die Waldgrenze und die Sicht zu den Bergspitzen ist offen. Zugleich ist die Steigung des Wanderweges moderater. Heidelbeeren sind reif. Lecker. Kurz vor der aufgegebenen Alp Orgnana überquere ich den Valegg d’Orgnana.Nun ist der Pass im Fokus. Zuerst steigt die Route noch einmal kräftig an und ich erreiche den eckigen Laghetto d’Orgnana. Kurze Verschnaufpause.  Die Boccetta d’Orgnana ist wie ein Tor flankiert von Felstürmen. Kein Wegweiser – nichts. Zwanzig Höhenmeter tiefer dann die Infos und die Abzweigung. Gehe auf der Blau-weiss markierten Route. Was ich bei der Planung als Querung in +45° Gelände gelesen habe ist in Wahrheit ein steiler Aufstieg über kahle Felsplatten und zwei Felsrippen. Spektakuläre die Stelle mit dem weit übersenden Felszahn 615-544-3053 , die Route führt direkt darunter durch. Kurz danach verlasse ich den Alpinkurs und ziehe über den Grasshang direkt zum Pizzo d’Orgnana hoch. Etwas östlich sind die Aussicht und vor allem die Luft besser. Die Zeigen liegen 300 Meter tiefer – gut so. Nach einer ausgiebigen Rast gehe ich weiter immer schön auf dem Grat. Dieser ist etwas gezackt aber mit wenig Handarbeit aufrecht gehbar. Gehe nur bis zur Cima über der Alpe di Valaa. Genug bergauf für heute, entscheide ich.
Der Abstieg. Weglos über den Grat bis zum Wanderweg. Nun durch den Kessel der verlassen Alpe di Valaa.  Was jetzt folgt ist wüst. Irgendein (D)Sepp hat den Weg zur Alp Pizzit gebaggert, und keine Entwässerung gemacht. Restultat das Ganze ist ein ausgewaschener Graben geworden. Die Hütten, mit vielen Zeigen überall, sehen genau so stümperhaft und unfertig wie der Weg darüber aus. Am liebsten würde ich dem Besitzer als Strafe die zahlreichen Schweizerfahnen an den diversen Hütten konfiszieren. Ist aber niemand zu Hause… Zu Glück ist der Bagger nur über dem Hof zum Einsatz gekommen. Darunter ist der Weg gut mit allen Arten von Stufen gefertigt (Fels, Granit,  Holz, Erd,  und Bahnschwellen). Gefühlte 10000 sind es bis in Tal. Natürlich je tiefer je besser unterhalten. Im Bereich des Dorfes sind sogar Betontreppen verbaut.
Fazit: Die Verzasca Seite und Grat sind attraktiver als die Maggiatal Seite mit der Ziegenalpsiedlung. Alternativ kann man zum Abschluss in gut zwei Stunden von der Boccetta d’Orgnana Richtung Locarno/Cimetta (Seilbahn) gegen. 

Gesamtstrecke: 17477 m
Maximale Höhe: 2186 m
Minimale Höhe: 310 m
Gesamtanstieg: 1916 m
Gesamtabstieg: -2144 m
Total time: 07:05:51
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