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Habkern – Blossmoos – Grüenebergpass – Traubach – Troge – Chrinde – Hohgant West – Wimmisgütsch – Widderfeld

Traumwetter, mit viel Neuschnee im Berner Oberland.

Starte in Habkern. Erst 10 Minuten auf Asphalt bis kurz vor dem Blossmoos dann beginnt der Spass. Die Sonne wärmt die Luft und die Spur zum Grüenebergpass ist wie puderweich. Vom Pass geht es Richtung Traubach/Troge – das ist Schneeschuhgelände wie aus dem Bilderbuch. Offener Nadelwald, sanft gewellt ab und zu Sicht zu den grössten Bernern. Bei froh das ich ein Spur habe. Zwei Läufer haben eine gute Line durch den gut 30 hohen  Pulverschnee gezogen. Die Sonne brennt der Schweiss strömt in Massen. Ich erreiche den Grat über der Chrinde. Von hier hat man Sicht in die Weite des Mittellandes zum Jura.  Über eine kurz ausgesetzte Wächte erreiche ich den Gipfelaufbau des Hohgant West. Der schneearmen Rücken zum Wimmisgütsch schnell erklommen. Herrliche Aussicht – ringsum. Pause – erholen – geniessen.

Dann weiter zum Gipfel des Widderfeldes (2069 m). Von unten steigt eine Schneeschuhläuferinnen zum Gipfel – sie kommt vom der Steinigi Matte. Ambitioniert… Ich habe heute die Kraft zum queren nach Osten nicht. Gehe zurück nach Westen der Ausstiegspur folgend. Traversiere von Punkt 1869 untern dem Troghorn/Arnigrat dann bergab zur Grüenebergpassstrasse.

Zügig am Trogemoos vorbei, durchs Blossmoos  auf der aperen Strasse  nach Habkern. Hier habe ich gut eine halbe Stunde Zeit für ein Tee im Alpenblick bevor der Bus nach Interlaken West fährt.

Fazit: Wetter, Neuschnee, Landschaft vom feinsten. So macht  Schneeschuhlaufen Spass.

Gesamtstrecke: 16313 m
Maximale Höhe: 2046 m
Minimale Höhe: 1118 m
Gesamtanstieg: 1076 m
Gesamtabstieg: -1076 m
Gesamtzeit: 05:07:22
Download file: 2020-02-07_Hohgant.gpx

Brambrüesch – Spundisköpf – Hühnerköpfe – Furggabüel – Dreibündenstein – Term Bel – Plaun Latscheras – Fulbergegg – Fulhorn – Alp dil Plaun – Leg Palus – Alp Veulden – Feldis

Der Neuschnee ist ein Traum sogar in Chur ist die Landschaft verzuckert.

Starte in Brambrüesch gehe den Grat hoch zu den Spundisköpf. Der Weg ist spärlich markiert,  spurlos, steil aber meistens griffig. Ein erster und ein zweiter Kopf kurz steil herunter und dann eben weiter zur Skipiste unter den Hühnerköpfe. Der Schneeschuhtrail verläuft westlich der Skiabfahrt bis zum Sessellift. (Den Lift kann man nutzen um 220 Meter Höhe zu sparen). Ich verzichte und steig deutlich östlich der Skipiste auf. Nur für die letzten Meter zum Furggabüel quere ich den Lift und steige über eine Rippe hoch.

Hier werde ich von einer Drohne verfolgt – Nervig! Oben spreche ich den Piloten an… Er filmt für Chur Tourismus. Gebe ihm zu verstehen das ich mich auf keine Weise im Web sehen will.

Die Skiabfahrten werden rege genutzt. Nach dem Furggabüel ist es dann menschenleer. Geniesse die Ruhe und ziehe ein Spur über den Dreibündenstein. Auf der Ebene ist der Schnee windgepresst. Mit wenig Kraftaufwand gelange ich über das Plaun Latscheras zum Westgrat der Fulbergegg. Wie erwartet ist der Rücken schneearm und sehr griffig. Mit einem Zwischenspurt komme ich so rasch auf den der Egg. Ohne Pause weiter über den Wächten besetzten Grat zum Fulhorn.

Super klare rundum Sicht. Die Sonne wärmt kräftig. Packe die Wasserflasche aus und schwups rutsch sie mir aus der Hand. Sie gleitet unaufhaltsam das südliche Schneefeld runter. Ich gebe sie auf – dann bleibt sie achtzig Höhenmeter weiter unten stehen. Nun dann muss ich wohl oder übel weiter Richtung Süden. Steige ab zur Flasche und weil ich schon fast da bin noch weiter bis zum Sattel zwischen Val da Tumegl und dem Wititobel. Zum Dank kann ich hier die gewaltigen Wächten fotografisch festhalten. 20 Minuten hat mich das Malheur gekostet.

Der Abstieg: Erst zurück zur Fulbergegg dann  in den nordöstlichen Pulverschneehang – Ein rasanter Lauf. Bei Culm Ault von mache ich eine Pause – die Sonne geniessend. Dann komme ich vor der Skihütte Term Bel auf dem Winterwanderweg nach Feldis. Schön – das Panorama ist überwältigend. Bequem am Leg Palus vorbei über die Alp da Veulden und Cularera gelange ich so nach Feldis.

Fazit: Guter Schnee, viel Sonne.  Hervorragende Gegend zum Schneeschuhwandern. Wer es weniger streng mag startet in Feldis/Mutta auf 2000 Meter Höhe.

Gesamtstrecke: 18492 m
Maximale Höhe: 2502 m
Minimale Höhe: 1463 m
Gesamtanstieg: 1261 m
Gesamtabstieg: -1391 m
Gesamtzeit: 06:14:48
Download file: 2020-02-06-Fullhorn-Feldis.gpx

Sunnbüel – Gällihore – Uschenegrat – Wyssi Flue – Schwarzgrätli – Schwarenbach – Spittelmatte – Sunnbüel – Kandersteg

Gut das die Wetterprognosen selten stimmen. Am Sonntag war für heute Regen vorhergesagt. Falsch! Schnee in der Nacht und wolkenlos ab Sonnenaufgang ist die Realität.
Der Schnee liegt bis auf 1800 Meter Höhe um Kandersteg.
Beginne auf dem Sunnbüel und gehe zum Gällihore. Der Weg ist schneebedeckt, zum Glück breit gebaut. Er zickzackt moderat steigend durch die steilen Flanken zum Nordgrat.
Im Schatten ist der Schnee gefroren. Der Pfad  zum Gipfel des Gällihore ist erkennbar unter der Schneedecke und unproblematisch zu gehen. Geniesse das super klare Wetter.

Steige wieder auf den Weg am Nordgrat herunter. Von hier wandere ich dem Uschenegrat entlang. Immer schön auf dem zugeschneiten Wanderweg. Langsam steigend. Gegen den auffrischenden Wind. 500 Meter nach Punkt 2202 frage ich mich: Wie weiter, der Hang (über 45°) vor mir scheint heikel. Aber alles löst sich in Wohlgefallen auf. Ein abgesetztes Band führt mich quer durch den Steilhang. Dann eine Steilstufe direkt hoch auf den Grat. Nun über den Rücken zum Sattel vor dem Aufstieg zur Wyssi Flue. Dieser ist steil und mit viel Treibschnee aufgefüllt. Der Wanderweg ist schwer erkennbar. Zum Glück ist der Grat hier breit und nur nach hinten abschüssig. Vor dem Gipfel ist sogar eine Treppe installiert.
Oben – wie schon den ganzen Tag ungetrübte Sicht. Grossartig. Altels / Balmhorn, RinderhornFelshore  sind zum Greifen nah. Über die Gemmi sieht das Weisshorn. Nach Westen lug das Tschingellochtighore über den Entschligegrat. Östlich vom Gällihore erheben sich Jägertosse, Fisistock und das Doldenhorn über dem schattigen Gasteretal.

Grösser

Mein Plan weiter  zum Chindbettipass oder zum Roten Totz gebe ich auf. Ich habe genug Schnee gespurt und gehe vom Schwarzgrätli  durch die Tschalmeten bergab nach Schwarenbach. Hier hat die Sonne gewirkt, der Schnee ist nun Pflotsch. Der Pfad schmierig. Erhöhte Vorsicht ist deshalb notwendig im plus 35° steilen oberen Teil des Abstieges. Plötzlich sehe ich eine Herde Steinböcke, 25-30 Stück. Alles dabei von den alten Böcken bis zu den jungen Geissen. Mein Problem ist jetzt das die Tiere über mir sind und mein Weg im Zickzack darunter verläuft. Augen zu und durch – die Herde ist stehen geblieben und beobachte wie ich hastig absteige. Tea Time im Hotel Schwarenbach.

Die Waldgrenze reicht bis zum Hotel. Mein Weg über die Spittelmatte zur Bergstation Sunnbüel ist geziert von buntem Bergwald. Die Kontraste haben mit der sinkenden Sonne noch zugelegt. Ein herrlicher Schluss der Wanderung.

Fazit: Viel Sonne, Wind und Schnee. Ein phantastischer, entschleunigter Ausflug Dank den winterlichen Verhältnissen. 

Gesamtstrecke: 13253 m
Maximale Höhe: 2452 m
Minimale Höhe: 1874 m
Gesamtanstieg: 955 m
Gesamtabstieg: -955 m
Gesamtzeit: 04:47:20
Download file: 2019-10-16_Sunnbuel_WyssiFlue.gpx

Grütschalp – Allmendhubel – Schilthornhütte – Bietenlücke – Schwarzbrig / Bietenhorn – Soustal – Strychertal – Sousläger – Marcheggwald – Grütschalp

Der Nebel bleibt lange hängen,  ja er dehnt sich sogar aus. Ich bin deshalb mürrisch in Mürren.

Starte auf der Grütschalp gehe den Höhenweg zum Allmendhubel. Es liegt  Schnee. Der Weg ist aper. Das Lauterbrunnental heizt sich auf und erzeugt so viel Nebel aus der Feuchtigkeit von gestern. Beim Allmendhubel überlege ich kurz die Wanderung abzubrechen.

Nach einem Züni motiviere ich mich weiter zu gehen. Ich steige zügig zur Schilthornhütte auf. Bald bin ich über dem Nebel, der mir allerdings immer auf den Fersen ist. Immer höher bis zum Bietenlücke. Auf dem Grat zum Schwarzbrig / Bietenhorn liegt etwa 20cm Schnee optimal zum aufsteigen. Die Schlüsselstellen vor und nach dem Pass sowie am Grat sind mit Seilen versehen. Winzigerweise plastifiziert…. Am Gipfelkreuz des Schwarzbrig ergibt sich eine phantastische Rundsicht. Eiger, Mönch, Jungfrau,  Schilthorn, Schwalmere, Lobhörner, Faulhorn, Schwarzhoren, Wetterhorn und viele mehr.

Zum Absteigen montiere ich Steigeisen. Ideal – nur meine linke Hüfte findet die Stösse seien zu ruppig. Was soll’s ich geht sicher.  Von der Bietenlücke beobachte ich 4 Berggänger im Aufstieg aus dem Soustal. Der erste mit Händen und Füssen ohne Handschuhe am Spuren. Der nächst mit letzter Kraft trotz Stöcken, der dritte unauffällig motivierend. Weit unten ein Trailrunner mit System „zwei Schritte vor einer zurück rutschen“ er quält sich gewaltig immerhin nutzt er Stöcke und trägt Handschuhe.

Ich gehe in direkter Line zum Fuss des Steilhanges. Die Spur nimmt einen unlogischen Verlauf weit nach Westen. Den Grund erkennt man erst aus dem Tal. Es ist ein Felsband das etwa 750 Meter lang ist. Im Talgrund bietet sich eine geniale Perspektive  auf die Chilchflue. Den Weg über die Alp Oberberg kenne ich – deshalb gehe ich den wenig begangenen Weg durch das Strychertal zum Sousläger. Im unter Teil quer ich dabei einen schön überwachsen Felssturz.
Nun noch 30 Minuten durch den Marcheggwald zur Station  Grütschalp.

Fazit: Erstes Viertel mürrisch über Mürren. Der Rest ein Traum im Neuschnee.

Gesamtstrecke: 19114 m
Maximale Höhe: 2715 m
Minimale Höhe: 1482 m
Gesamtanstieg: 1539 m
Gesamtabstieg: -1539 m
Gesamtzeit: 06:03:04
Download file: 2019-10-03_Schwarzbrig.gpx

Melchsee-Frutt – Tannalp – Tannenstock – Henglihorn – Tannensee – Distelboden

20cm neuer Pulverschnee und Sonne pur. Mit der erster Bahn hoch und dann bis nach Mittag einsam eine Spur gezogen. Ein Traum.  

Gesamtstrecke: 16873 m
Maximale Höhe: 2587 m
Minimale Höhe: 1893 m
Gesamtanstieg: 789 m
Gesamtabstieg: -789 m
Gesamtzeit: 05:36:57
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Gummenalp – Gräfimattstafel – Kernalp – Plattenegg – Winterhalten – Egg – Dürrboden – Wirzweli

Neuer Pulverschnee 30-40 Zentimeter – ohne Spur – bestes Wetter – im Schatten -10 Grad

Gesamtstrecke: 13698 m
Maximale Höhe: 1844 m
Minimale Höhe: 1204 m
Gesamtanstieg: 600 m
Gesamtabstieg: -956 m
Gesamtzeit: 04:52:25
Download file: 2018-02-13 Wirzweli.gpx