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Scarpa R-Evolution, Bächli Sport, Kauf 2019-06

Schuders – Sagen – Salfsch – Mutta – Hurscher – Girenspitz – Alp Carschina – St. Antönien

Mit dem Kleinstpostauto nach Schuders. Eine wilde Strasse. Vom Ort ein Stück bergab durch die Meder ins Tobel. Der Weg ist im Winter gesperrt. Heute ist er schneefrei und gefahrlos gehbar. Am Sagen/Grossbach treffe ich auf die asphaltierter Strasse nach Mutta. Überraschung! Dacht das sei ein Forst-/Alpweg. Gehe bis kurz vor Salfsch auf der Strasse, dann auf dem Grat meist weglos über das Untersäss und die Muttner Egg. Schnee liegt auf der Nordseite bis in den Mooswald hinunter. Auf dem Grat ist es aper bis an den Fuss des Hurscher. Auf tragendem Schnee vom Gipfel flacher immer etwas nördlich vom Sattel. Gehe mit leichten Steigeisen und Stöcken. Nach dem Bärgli in die Bärglitolen unter dem Chüenihorn. Verlasse diesen Kessel am südlichen Ende und gelange so in ein paar Kehren zum Fürggli.
Auf der St.Antönier Seite liegt mehr Schnee. Der Aufstieg hat viel Kraft gekostet. Deshalb steige ich nur kurz zum Girenspitz auf, um dann direkt zur Alp Garschina abzusteigen.
Tolle Sicht auf die Sulzfluh und die riesige Alp mit davor.
Der Schnee trägt – nur selten erwische ich eine faule Stelle. Passiere die Alp Garschina Hütten und bin dann auf der zugeschneite Strasse.
Nach zwei Kurven ist der Schnee Geschichte. Gut 30 Minuten später bin ich in Rüti.

Fazit: Super Frühlingswetter. Auf der Schuders Seite nicht so ruhig wie gedacht.

Gesamtstrecke: 15304 m
Maximale Höhe: 2336 m
Minimale Höhe: 1030 m
Gesamtanstieg: 1463 m
Gesamtabstieg: -1276 m
Gesamtzeit: 05:00:21
Download file: 2020-04-17-Schuders-St-Antoni.gpx

Starkenbach – Seluner Wald – Alp Selun – Gocht – Seelisbüchel – Stöcken – Leistbachtal

Nach dem kalten Wochenstart, heute zu sommerlich Temperaturen ins Toggenburg gefahren.
Starte in Starkenbach. Erst über die Weiden des Haggaden in den Seluner Wald und dort bald auf Schnee. Meine Schneeschuhe nutze ich ab 1300 Meter.
Auf der Alp Selun muss ich etwas komisch navigieren um auf Schnee zu gehen. Ab Hinterselun definitiv auf geschlossener Schneedecke. Ziehe in grossen Bogen bis an den Glattchamm und weiter zum Gocht hoch. Nach dem Blick über die Kante zum Walensee herunter, mache ich Pause und geniesse die Sonne.
Der Rückweg. Weit oben mit Genuss kreuz und quer den Hängen von Nägler, Schären und Wart entlang. Über den Tisch auf den Seelisbüchel und weiter bis an die Westseite des Selun. Nun abwärts auf den weiten Alpen von Selun.
Nach einer Pause auf dem Chalberberg, den Alpweg herunter nach Starkenbach. Habe gut Zeit und mache die Kurve ins Leistbachtal hinein immer sanft fallend bis nach Säss. Zum Schluss kurz durch die Wiese zur Postauto Haltestelle.

Fazit: Nicht das erste Mal hier – und ich komme bestimmt noch öfter. Eine ruhige Genusstour.

Gesamtstrecke: 19772 m
Maximale Höhe: 1963 m
Minimale Höhe: 895 m
Gesamtanstieg: 1299 m
Gesamtabstieg: -1299 m
Gesamtzeit: 05:28:04
Download file: 2020-04-15_AlpSelun.gpx

Molare – Alpe Stou – Punta di Stou – Pizzo Molare – Arbion – Sasso Bianco

Die Wettervorhersage für den Süden ist gut, die Lawinengefahr mässig (Stufe 2).
Starte hoch über Faido in Molare mit Morgensonne. Der Alpweg nach Riell Scür ist ab dem Dorfrand schneebedeckt. Die Hänge sind aper. Gehe bis Narbiom dann durch Waldlichtungen zu den Hütten von Stou di Sotto Nun bin ich über der Baumgrenze und sehe mein Ziel den Pizzo Molare – mächtig auf gebaut. Die Cumasne vor der Bergkette ist unterschiedlich steil. Mein Kurs ist so gewählt das ich nur kurz über 30° steigen muss.
Oben dann die nächste Stufe. Bis zur Punta di Stou wird es immer stotziger. Im oberen Bereich bis 40° Zum Glück ist die Ostseite der Rinne ausgeblasen der Schnee ist griffig.
Ups so habe ich die Landschaft  auf Arbion bis zum Pizzo Molare auf der Karte nicht gelesen. Entweder muss ich dem Grat entlang dann runter oder etwas südlich direkt herunter zum Sattel unter dem Pizzo Molare. Ich dachte es sei mehr oder weniger flach…
Gehe oben durch. Von weitem sieht der Aufstieg zum Pizzo Molare arg aus. Aus der Nähe etwas mässiger. Montiert trotzdem Steigeisen,  deponiere mein Gepäck und die Schneeschuhe auf dem Sattel.
So steige direkt ich leicht zum Gipfel. Das Kreuz ist fast ganz mit Schnee bedeckt. Kann problemlos auf die Spitze steigen. Die Wächten sind mächtig, die Aussichten prächtig.
Der Rückweg. Gehe herunter zum Gepäckdepot. Ab hier wieder mit Schneeschuhen zum östlichen Rand der Alp Arbion bis zu Punkt 2214. Weiter dem Grat der Sasso Bianco entlang Richtung Punta di Stou. Eigentlich wollte ich hoch bis über Cari gehen. Bin die Route vor vier Jahren mit Schneeschuhen gewandert. Aber ich habe genug und will den schönen Aufstiegshang bergab geniessen. Den oberen Teil gehe ich wieder mit Steigeisen das scheint mir vernünftig.
Nach vierzig Höhenmeter wechselte ich dann definitiv auf die Schneeschuhe. Nutze die mit Pulverschnee gefüllten Mulden für einen rasanten Abstieg über die Cumasne.
Auf dem Bänkli bei der Alphütte Stou di Sotto, geniesse ich die Sonne. Nun noch durch den Wald via Madarloi auf den Alpweg bei – Riell Scür. Zehn Minuten bevor mein Bus nach Faido fährt bin ich in Molare. Gerade genug Zeit um mein Material zu verstauen.

Fazit: Viel Sonne, abwechslungsreiche Landschaft. Sehr Ruhig. Selten ältre Spuren,  auch heute keine Tourengänger gesehen.

Gesamtstrecke: 12294 m
Maximale Höhe: 2556 m
Minimale Höhe: 1494 m
Gesamtanstieg: 1482 m
Gesamtabstieg: -1482 m
Gesamtzeit: 05:31:31
Download file: 2020-02-18-Faido-Pizzo_Molare.gpx

Gross – Ebenau – Wäni – Tritt – Amslen – Amselspitz – Stockhütte – Jäntenen – Butzi – Alpthal

Gesamtstrecke: 12762 m
Maximale Höhe: 1535 m
Minimale Höhe: 894 m
Gesamtanstieg: 752 m
Gesamtabstieg: -647 m
Gesamtzeit: 04:05:07
Download file: 2020-01-01_Gross-Alpthal.gpx

Bad Clavadel – Stadler Berg – Rossboden – Witihüreli – Wiitiberg – Sertig Sand – Walserhuus

Was am Montag nicht geklappt hat (Bus im Stau) geht heute perfekt.
Ursprünglich als leichte Tour geplant wurde es heute eine Anspruchsvolle. 30! Franken für eine Bergfahrt auf das Jakobshorn finde ich überteuert. Also starte ich in Bad Clavadel anstatt auf dem Berg.
Erst gemütlich dem Weg entlang zum Bauernhof Boda. Dann mehr oder weniger dem zugeschneiten steilen Pfad entlang durch den Wald zu den Hütten der Stadler Alp. Hier beginnt der breiter Rücken zum Stadler Berg. Ein Rücken von der  Art  „gleich bin ich oben – ach nein doch nicht..“ und so weiter. Zudem ist der Schnee im Alpenrosengürtel nicht durchgehend tragend. Ich sacke immer wieder ein – zermürbend! Zwanzig Minuten Stress – dann endlich  trägt der Schnee. Quere nun unter dem Jatzhorngrat und steige dann zur Senke am Rossboden auf.  Kurzer Verschnaufpause. Eine Runde auf dem Rossboden, hoch über dem Dischmatal, mit Aussicht von Osten zum Jakobshorn. Nun das Sahnestück! Der 700 Meter lange Nordgrat zum Witihüreli. Gut gehbar. Die Schlüsselstelle ist viel einfacher besteigen als es aus der Ferne den Anschein machte. Der mit Triebschnee gefüllte  Aufschwung (30-40 Höhenmeter, WT4) kann Gefahrlos bestiegen werden. Mit zehn von mir bis in den festen Grundschnee getretenen Stufen, im Schneefeld rechts der Gratfelsen, erreiche ich die Kuppe.
Die letzten Meter zum Gipfel sind weniger steil jedoch immer schmaler, aber es ist gut erkennbar wo die Schneeverwehungen aufsetzen.

Das Witihüreli. 360° Aussicht. Sonne pur, klar, windstill, und angenehm warm.

Der Abstieg. Kurz zurück über die Steilstufe – dann bergab immer schön in Richtung Hoch Ducan. Erst bei der ersten Tälli Alphütten ist eine Skispur in meine Richtung gezogen. Nicht lange – ab der Waldgrenze muss ich den Weg selber finden. Gar nicht so leicht den Einstig zu finden. Die Sonne ist untergegangen, und glatt bin ich  an der Waldgrenze zu hoch. Muss das GPS konsultieren um die richtige Höhe zu finden. Im Wald ist der zugeschneite Pfad dann besser erkennbar.
Zum Schluss ein lange Gerade über den Talboden nach Sertig Sand. Habe noch etwas Zeit bis der Bus nach Davos fährt.
Ein Dessert, ein warmer Tee und ein Teller mit Leckerei aus dem Samiklaussack im heimelligen Walserhuus überbrücken die Zeit – optimal genutzt.

Fazit: Trotz zwanzig  Minuten Stress im Aufstieg eine gelungene Tour. Vor allem wegen dem Grat zum Witihüreli und dem Abstieg über die herrlich offenen Alpen nach Sertig. Kaum Spuren und keine Menschenseele getroffen auf der ganzen Schneeschuhwanderung.

Gesamtstrecke: 11854 m
Maximale Höhe: 2614 m
Minimale Höhe: 1646 m
Gesamtanstieg: 1090 m
Gesamtabstieg: -879 m
Gesamtzeit: 04:30:53
Download file: 2019-12-06_Witihorn-Sertig.gpx

Schwägalp – Chammhalden – Nosshaldengrat – Petersalp – Kronberg

Es liegt Schnee im Appenzellerland. Nicht viel – doch genug um die Schneeschuhe an zu schnallen.
Von der Schwägalp im Schatten komme ich an der Chammhütte in die Sonne.
In den Südhängen der Nusshalden AI / Nosshalden AR wird es richtig warm.
Steig zum Appenzeller Grenzstein AI/AR auf und schreite über den Nosshaldengrat Richtung Petersalp. Die bekannte Schlüsselstelle ist heute keine. Man kann die Steilstufe nach Grossbetten herunter auf dem Sommerweg durch die Nordflanken entschärfen. Was heute geht sollte man bei mehr Schnee lassen – zu steil ist der Hang. Wenn Schnee ins Rutschen kommt, dann hier. Ich gehe bei solchem Verhältnissen direkt auf dem Grat. Dieser ist nicht so arg gefährdet.
Die Petersalphütte ist nigelnagelneu – Buchstäblich. Zum Abstieg ins Tal liegt zu wenig Schnee. Ich gehe deshalb den selben Weg zurück bis zur Grenze Appenzell Ausserrhoden / Appenzell Innerrhoden und beende die Wanderung auf dem Kronberg.

Fazit: Kurze Schneeschuhwanderung auf ausgetreten Pfaden. Heute bei frühlingshaften Temperaturen, herrlichem Sonnenschein und ohne technische Schwierigkeiten.

Gesamtstrecke: 9716 m
Maximale Höhe: 1641 m
Minimale Höhe: 1303 m
Gesamtanstieg: 720 m
Gesamtabstieg: -440 m
Gesamtzeit: 03:15:00
Download file: 2019-12-05_Kronberg.gpx