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Scarpa R-Evolution, Bächli Sport, Kauf 2019-06

Molare – Alpe Stou – Punta di Stou – Pizzo Molare – Arbion – Sasso Bianco

Die Wettervorhersage für den Süden ist gut, die Lawinengefahr mässig (Stufe 2).
Starte hoch über Faido in Molare mit Morgensonne. Der Alpweg nach Riell Scür ist ab dem Dorfrand schneebedeckt. Die Hänge sind aper. Gehe bis Narbiom dann durch Waldlichtungen zu den Hütten von Stou di Sotto Nun bin ich über der Baumgrenze und sehe mein Ziel den Pizzo Molare – mächtig auf gebaut. Die Cumasne vor der Bergkette ist unterschiedlich steil. Mein Kurs ist so gewählt das ich nur kurz über 30° steigen muss.
Oben dann die nächste Stufe. Bis zur Punta di Stou wird es immer stotziger. Im oberen Bereich bis 40° Zum Glück ist die Ostseite der Rinne ausgeblasen der Schnee ist griffig.
Ups so habe ich die Landschaft  auf Arbion bis zum Pizzo Molare auf der Karte nicht gelesen. Entweder muss ich dem Grat entlang dann runter oder etwas südlich direkt herunter zum Sattel unter dem Pizzo Molare. Ich dachte es sei mehr oder weniger flach…
Gehe oben durch. Von weitem sieht der Aufstieg zum Pizzo Molare arg aus. Aus der Nähe etwas mässiger. Montiert trotzdem Steigeisen,  deponiere mein Gepäck und die Schneeschuhe auf dem Sattel.
So steige direkt ich leicht zum Gipfel. Das Kreuz ist fast ganz mit Schnee bedeckt. Kann problemlos auf die Spitze steigen. Die Wächten sind mächtig, die Aussichten prächtig.
Der Rückweg. Gehe herunter zum Gepäckdepot. Ab hier wieder mit Schneeschuhen zum östlichen Rand der Alp Arbion bis zu Punkt 2214. Weiter dem Grat der Sasso Bianco entlang Richtung Punta di Stou. Eigentlich wollte ich hoch bis über Cari gehen. Bin die Route vor vier Jahren mit Schneeschuhen gewandert. Aber ich habe genug und will den schönen Aufstiegshang bergab geniessen. Den oberen Teil gehe ich wieder mit Steigeisen das scheint mir vernünftig.
Nach vierzig Höhenmeter wechselte ich dann definitiv auf die Schneeschuhe. Nutze die mit Pulverschnee gefüllten Mulden für einen rasanten Abstieg über die Cumasne.
Auf dem Bänkli bei der Alphütte Stou di Sotto, geniesse ich die Sonne. Nun noch durch den Wald via Madarloi auf den Alpweg bei – Riell Scür. Zehn Minuten bevor mein Bus nach Faido fährt bin ich in Molare. Gerade genug Zeit um mein Material zu verstauen.

Fazit: Viel Sonne, abwechslungsreiche Landschaft. Sehr Ruhig. Selten ältre Spuren,  auch heute keine Tourengänger gesehen.

Gesamtstrecke: 12294 m
Maximale Höhe: 2556 m
Minimale Höhe: 1494 m
Gesamtanstieg: 1482 m
Gesamtabstieg: -1482 m
Total time: 05:31:31
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Gross – Ebenau – Wäni – Tritt – Amslen – Amselspitz – Stockhütte – Jäntenen – Butzi – Alpthal

Gesamtstrecke: 12762 m
Maximale Höhe: 1535 m
Minimale Höhe: 894 m
Gesamtanstieg: 752 m
Gesamtabstieg: -647 m
Total time: 04:05:07
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Bad Clavadel – Stadler Berg – Rossboden – Witihüreli – Wiitiberg – Sertig Sand – Walserhuus

Was am Montag nicht geklappt hat (Bus im Stau) geht heute perfekt.
Ursprünglich als leichte Tour geplant wurde es heute eine Anspruchsvolle. 30! Franken für eine Bergfahrt auf das Jakobshorn finde ich überteuert. Also starte ich in Bad Clavadel anstatt auf dem Berg.
Erst gemütlich dem Weg entlang zum Bauernhof Boda. Dann mehr oder weniger dem zugeschneiten steilen Pfad entlang durch den Wald zu den Hütten der Stadler Alp. Hier beginnt der breiter Rücken zum Stadler Berg. Ein Rücken von der  Art  „gleich bin ich oben – ach nein doch nicht..“ und so weiter. Zudem ist der Schnee im Alpenrosengürtel nicht durchgehend tragend. Ich sacke immer wieder ein – zermürbend! Zwanzig Minuten Stress – dann endlich  trägt der Schnee. Quere nun unter dem Jatzhorngrat und steige dann zur Senke am Rossboden auf.  Kurzer Verschnaufpause. Eine Runde auf dem Rossboden, hoch über dem Dischmatal, mit Aussicht von Osten zum Jakobshorn. Nun das Sahnestück! Der 700 Meter lange Nordgrat zum Witihüreli. Gut gehbar. Die Schlüsselstelle ist viel einfacher besteigen als es aus der Ferne den Anschein machte. Der mit Triebschnee gefüllte  Aufschwung (30-40 Höhenmeter, WT4) kann Gefahrlos bestiegen werden. Mit zehn von mir bis in den festen Grundschnee getretenen Stufen, im Schneefeld rechts der Gratfelsen, erreiche ich die Kuppe.
Die letzten Meter zum Gipfel sind weniger steil jedoch immer schmaler, aber es ist gut erkennbar wo die Schneeverwehungen aufsetzen.

Das Witihüreli. 360° Aussicht. Sonne pur, klar, windstill, und angenehm warm.

Der Abstieg. Kurz zurück über die Steilstufe – dann bergab immer schön in Richtung Hoch Ducan. Erst bei der ersten Tälli Alphütten ist eine Skispur in meine Richtung gezogen. Nicht lange – ab der Waldgrenze muss ich den Weg selber finden. Gar nicht so leicht den Einstig zu finden. Die Sonne ist untergegangen, und glatt bin ich  an der Waldgrenze zu hoch. Muss das GPS konsultieren um die richtige Höhe zu finden. Im Wald ist der zugeschneite Pfad dann besser erkennbar.
Zum Schluss ein lange Gerade über den Talboden nach Sertig Sand. Habe noch etwas Zeit bis der Bus nach Davos fährt.
Ein Dessert, ein warmer Tee und ein Teller mit Leckerei aus dem Samiklaussack im heimelligen Walserhuus überbrücken die Zeit – optimal genutzt.

Fazit: Trotz zwanzig  Minuten Stress im Aufstieg eine gelungene Tour. Vor allem wegen dem Grat zum Witihüreli und dem Abstieg über die herrlich offenen Alpen nach Sertig. Kaum Spuren und keine Menschenseele getroffen auf der ganzen Schneeschuhwanderung.

Gesamtstrecke: 11854 m
Maximale Höhe: 2614 m
Minimale Höhe: 1646 m
Gesamtanstieg: 1090 m
Gesamtabstieg: -879 m
Total time: 04:30:53
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Schwägalp – Chammhalden – Nosshaldengrat – Petersalp – Kronberg

Es liegt Schnee im Appenzellerland. Nicht viel – doch genug um die Schneeschuhe an zu schnallen.
Von der Schwägalp im Schatten komme ich an der Chammhütte in die Sonne.
In den Südhängen der Nusshalden AI / Nosshalden AR wird es richtig warm.
Steig zum Appenzeller Grenzstein AI/AR auf und schreite über den Nosshaldengrat Richtung Petersalp. Die bekannte Schlüsselstelle ist heute keine. Man kann die Steilstufe nach Grossbetten herunter auf dem Sommerweg durch die Nordflanken entschärfen. Was heute geht sollte man bei mehr Schnee lassen – zu steil ist der Hang. Wenn Schnee ins Rutschen kommt, dann hier. Ich gehe bei solchem Verhältnissen direkt auf dem Grat. Dieser ist nicht so arg gefährdet.
Die Petersalphütte ist nigelnagelneu – Buchstäblich. Zum Abstieg ins Tal liegt zu wenig Schnee. Ich gehe deshalb den selben Weg zurück bis zur Grenze Appenzell Ausserrhoden / Appenzell Innerrhoden und beende die Wanderung auf dem Kronberg.

Fazit: Kurze Schneeschuhwanderung auf ausgetreten Pfaden. Heute bei frühlingshaften Temperaturen, herrlichem Sonnenschein und ohne technische Schwierigkeiten.

Gesamtstrecke: 9716 m
Maximale Höhe: 1641 m
Minimale Höhe: 1303 m
Gesamtanstieg: 720 m
Gesamtabstieg: -440 m
Total time: 03:15:00
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Parpan – Chötzenberg – Brüggigerberg – Panal Foppa – Churer Joch – Haupt – Capätsch – Gadenstatt – Parpan


Parpan liegt heute an der Schneegrenze. Gehe erst am Kirchturm vorbei ein Stück über die Gruoben. Hier scheint die Sonne. Folge dann quasi mit dem weichenden Schatten steil auf den Chötzenberg. Folge nun dem Weg der mehr oder weniger die Höhe hält via Untersäss – Oberberg – Obersäss – Brüggigerberg – Panel. Das letzte Stück zum Joch von Foppa unter den dem Wald durch, dann direkt auf den Grat im Norden vom Chlin Gürgaletsch.

Die Sonne scheint den ganzen Tag – sehr tief – es ist Dezember. Ein leichter Wind lässt die -5° ziemlich kalt anfühlen. Zwischen 1900 und 200 Metern Höhe liegt 20-30cm Schnee, auf dem Churer Joch ist er fast gänzlich weggeblasen. Die Calandasiten vis-a-vis ist total abgeweht, daneben ist es weiss – Ein kurioses Bild.
Das Bergrestaurant am Churer Joch ist völlig zugeschneit und geschlossen.
Auf dem Rückweg gehe ich erst möglichst weit westlich zum Haupt.

Bei Capätsch kurz auf dem Winterwanderweg, dann querfeldein nach  Rathaus.  Kurz vor dem Hennabüel biege ich Richtung Churwalden ab.  So gelange ich etwas vor dem Gadenstettli  auf die Strasse nach Parpan. Nach der Brücke bei Gadenstatt bergab ins Töbeli. Nun noch am Schafhüsli vorbei – dem Wald entlang – zum Kircheturm in Parpan – ein paar Meter weiter an der Post Parpan steige ich in den Bus nach Chur.

Fazit: Sonnig, kalt, Ruhe, Genuss pur. Die Route ist etwas anspruchsvoller als auf dem Winterwanderweg zum Churer Joch.
Gesamtstrecke: 16296 m
Maximale Höhe: 2055 m
Minimale Höhe: 1426 m
Gesamtanstieg: 815 m
Gesamtabstieg: -815 m
Total time: 05:14:45
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Jorasse – Petit Pré – Euloi – Col de Fenestral – Grand Cor – Dent de Morcles – La Forcle – Alp Pré de Bougnonne

Am letzten Mast der Seilbahn Ovronnaz – Jorasse lichtet sich der Nebel. Stahlblauer Himmel – Sehr schön.
Nehme den Wanderweg zur Alp Petit Pré Und gehe zur eindrücklichen Ebene Euloi.
Auf dem Weg zum Col de Fenestral überhole ich etwa 15 Wanderer. Reger Betrieb zur und auf der Cabane de Fenestral
Vom Pass nehme ich die Blau-Weiss markierte Route. Nach dem Kreuz gleich eine heikle Hangquerung. Mergel und Tonkalksteinen die Spur ist Fussbreit und nicht immer flach. Nach etwa 500 Metern erreiche ich den vegetationslos Grand Cor. Die Route ist gut markiert und führt mich problemlos durch die kieselhaltige Kalksteinlandschaft. Auf einer immer steiler werdenden Geröllhalde erreiche ich die erste Kletterstelle. Gute gestuft und Spalten zum halten – keine Ketten oder Fixseile. Nun über ein breites Felsband zum nächsten Hindernisse ein gut 6 Meter hoher Felsblock mit einem Spalt. In diesem klettere ich  hoch und gelangt so auf das flache Dach des Felsen. Weiter über Felsspalten zu einer abgeschlossenen Rinne gefüllt mit Felsblöcken die aufrecht, ohne zu klettern, gemeistert werden. Jetzt folgt eine Schneegefüllte Felsspalte mit Schrund auf der Talseite. Ganz links ist der Schnee bündig am Fels. Hier einstiegen und in der Mitte des 20 Meter breiten Eis-/Schneefeldes queren. Zum Schluss Kalkkies bis zum Gipfelkreuz des Dent de Morcles. Rundumsicht. Die Nebelschwaden reichen bis etwa 1800 Meter und sind löcherig. Der Genfersee ist gut zu sehen. Südlich der Mont Blanc wolkenlos.
Der Abstieg: Die Kletterstellen fühlen sich von oben besser an, wahrscheinlich weil ich weiss was auf mich zukommt. Gleicher Weg bis in die Ebene von Euloi. Da ich noch Zeit habe mache ich einen Umweg über La Forcle  und die Alp Pré de Bougnonne nach Jorasse. Schön wie die obersten Föhren hier die Landschaft zieren – man muss allerdings die Skilifte ausblenden.
Zwei kurze Passagen auf dem Alpinwanderweg T4 , der Rest ist T2.
Fazit: Sehr gutes Wetter. Vielfältige Landschaft. Die Gegend ist für mich neu.

Gesamtstrecke: 15522 m
Maximale Höhe: 2923 m
Minimale Höhe: 1926 m
Gesamtanstieg: 1213 m
Gesamtabstieg: -1213 m
Total time: 04:30:29
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