Schlagwort-Archive: Berneroberland

Mürren – Obri Brich – Schilttal – Spilboden – Bryndli – Sefiritta – Sefina – Rotstockhütte – Hundshubel – Sefinafurgga – Punkt 2626 – Augstchrummi – Trogegg – Gamchibalm – Uf der Moräne – Gamchigletscher – Oberloch – Bundläger – Bundalp – Dünde – Griesalp 

Mürren am Morgen liegt lange im Schatten. Mütze, Handschuhe, Jacke und zügig gehen ist abgesagt. Erst durchs Dorf dann auf Asphalt bis Obri Brich. Hier beginnt ein schmaler Pfad der mich ins Schilttal und auf den Spilboden führt. Nun geht es heftig  bergauf Richtung Bryndli. Ab 2000 Meter Höhe  auf dem flachen Wanderweg in den zünftigen Südhängen der Sefiritta bis zur Rotstockhütte. Die Route zur Sefinafurgga steigt über mehrere Stufen am Hundshubel vorbei immer tiefer ins Tal.

160 Höhenmeter unter dem Pass geht es in den Schnee. Der Aufstieg liegt im Schatten und ist vereist und schneebedeckt. Ich montiere die Steigeisen und komme so bequem in direkter Linie zum Grat. Hier wird gebaut. Was erkenne ich nicht. Wahrscheinlich eine Holztreppe östlich und westlichen des Überganges. Ich steige südlich der Sefinafurgga höher auf 2700 Meter Höhe und komme so über eine Felsrippe. Der Ausgang für die Querung des  Schneehanges zum Übergang bei Punkt 2626. Dreissig Zentimeter harter Triebschnee und teilweise über 35° Hangneigung, ideal mit meiner Ausrüstung.

Von Punkt 2626 gehe ich weiter Richtung Gespaltenhornhütte. Erst Zickzack durch den Abhang zu einer Felsstufe die mit einer Leiter gemeistert wird. Meine Tour führt jetzt unter den bedrohlichen Wänden der Bütlasse durch. Ein nächster vereister Felssaufschwung bringt mich ins Gamchital an die Sonne. Der Weg verläuft kurz ziemlich ausgesetzt um dann moderater durch Geröllhalden den Hüttenweg zu treffen.
Ich mache wie immer ein Bogen um die SAC Hütte und gehe direkt auf die Moräne. Nur kurz – mein Weg zur Bundalp quert nun die Gletscherzunge des Gamchigletschers und die sehr tiefe Schlucht des Gronernbaches. Eindrücklich.

Auf der Westseite gilt es jetzt erst die rutschenden und danach die überwachsen Moränen zu erklimmen. Der Gegenaufstieg kostet Kraft. Nach einer flachen Kuppe und einem kurzen Abstieg ins Oberloch folgt der letzte Hammer 80 Höhenmeter auf die Weiden der Bundalp.
Die Alpstrasse kommt in Sicht. Ich folge dieser bis zur Abzweigung nach Dünde. Die Verbindung ist ein Grasweg. Auch diese Alp ist verkehrstechnisch voll erschlossen. Bis zur Griesalp nutze ich mal die Strasse, mal den alten Weg. Auf der Griesalp habe ich noch Zeit für ein Most und ein Dessert bevor mich das Postauto die steilsten Postautostrasse der Schweiz hinunter nach Reichenbach bringt.

Fazit: Abwechslungsreiche Tour bis in schneebedeckte Höhen. In  Sichtweite von Wetterhorn, Eiger, Mönch, Jungfrau, Schilthorn, Gespaltenhorn, Blümlisalp, Ärmighorn und dem Niesen. Aus fotografischer Sucht sollte man die Tour umgekehrt gehen um die Highlights immer vor sich zu sehen.

Gesamtstrecke: 21573 m
Maximale Höhe: 2669 m
Minimale Höhe: 1405 m
Gesamtanstieg: 1429 m
Gesamtabstieg: -1664 m
Total time: 05:47:31
Herunterladen

 

Gsteig bei Gstaad – Heiti – Topfel – Stiereberg – Verlornenberg – Dent Blanche – Gstellihore – Lapies di Bou – Sanetsch

Die Tour habe ich als Frühlingsschneeschuhe Wanderung geplant. Zum Glück nicht ausgeführt. Das Couloir über Topfel würde gehen. Das Problem sind die tiefen Karstlöcher und Felsspalten auf dem Verlornenberg diese müssen gut überbrückt sein.
Ein grosse Wandergruppe steigt an der Post in Gsteig aus und wandert direkt in den Bären.. Ich passiere den Bären und das Heiti auf dem Campingplatz.  Ab hier bin ich alleine bis zur Seilbahn am Nachmittag.
Folge dem Wanderweg, dem Karrweg zur Zaaggewied passiere den Skilift und treffe im Wald auf einen Viehtrieb Pfad nach Topfel. Nun Weglos dem Weidezaun entlang zur Schlüsselstelle. Eine Rinne mit einer Felsplatte links und bröckelnden Felsen rechts in der Mitte Schutt, nasses Grass, und Felsabsätze. Keine Markierungen – aber ab und zu  Trittspuren. Die ideale Linie finde ich dank parallelen Seilen und Ketten bei den Absätzen. Zum hochsteigen braucht ich die Hilfe nicht. Im Abstieg bei Nässe oder Eis sicher eine Stütze. Nach 15 Minuten bin ich durch und in moderatem Gelände.
Ein Pfad ist nun gut sichtbar. Er verläuft sich durch offenen Wald Richtung den Geröllhalden des Mittaghore. Ein Schaffzaun zieht sich die Geröllhalde hoch bis an die Felswand. Der Pfad führt östlich weiter auf den Nordostgrat (auf 1980m) des Mittaghore. Nun sehe ich das Ziel des Pfades es ist die Hütte auf dem Stiereberg. Ich ziehe nun definitiv Weglos vor der südlichen Wand des Mittaghore hoch. Erst durch Felssturzblöcke, dann über ein Karstrücken. Der führt mich zu hoch. Man sollte sich eben an die gemachten Pläne halten…
Gehe etwas tiefer auf meine Spur. Schnittlauch im Karst – das ist neu für mich ich  habe noch nie zuvor wilden Schnittlauch gesehen. Es geht Stufe um Stufe höher, die machbare Route ist gut lesbar. Eine Plattenverwerfung folgt der nächsten (ungefähr zwanzig). Mal sind die Abbrüche höher mal flacher. Viele tiefe Karst Löcher und Felsspalten werden erkannt und umgangen oder gequert. Einige Querrinnen sind mit Schnee gefüllt. 370 Höhenmeter  unter dem Gipfel nutze ich ein der wenigen Schneegefüllten Längsgräben zum unkomplizierten  Aufsteigen. Danach ist der Karst kaum noch zerklüftet, die um 30° steilen Platten gut gehbar.
Der Gipfelaufbau des Dent Blanch/Gstellihore (2820m) ist ein Geröllhaufen. Mühsam zwei Schritt vor einer zurück.
Bin überrascht das Sanetschhore so hoch ist. Die Sicht nach Süden in die Walliseralpen ist vom Nachbar versperrt. Geniesse dafür die (fast) Augenhöhe mit dem Diablerets.
Der Abstieg. Etwas südlicher als der Aufstieg. Erst dem Moutons Grat entlang. Die ideale Route ist von oben kaum erkennbar. Insgesamt ist das Gelände moderat und gut aufrecht begehbar nur selten müssen die Hände gebraucht werden. Auf kurz vor Punkt 2580 ziehe ich in die Mitte des Lapies di Bou auf die sauberen Rundgeschliffenen Felsriegel. Wunderbar!
Kurz nach dem ich die Grasgrenze erreiche halte ich die Höhe (2100m) in den nördlichen Geröllhalden des Moutons. Hier ist eine Spur Richtung Osten auszumachen. An der steilsten Stelle zum Sattel auf dem Nordgrat des Gros Mounton ist sogar ein Pfad in den Fels gearbeitet.
Der Abschluss: Eine stinkende Schafweide mit Herdenschutz. Ein erst absteigender Schafpfad verläuft über die Weide Richtung der jungfräulichen Saane. Nach einem halben Kilometer höher als auf meiner Karte notiert. Mir soll es recht sein. Ich komme so 40 Meter unter der Seilbahnstation Sanetsch an und der Herdenhund ist viel tiefer am bewachen. Er ist gestresst und rennt jeder Gondel bis zum obersten Masten nach. Genau 16:26 bin ich an der Bahn und fahre 2 Minuten später ins Tal.
Fazit: Sehr schöne weitläufige Karstlandschaft. Da komme ich wieder. Nicht im Winter jetzt wo ich die Löcher und Spalten gesehen habe. 

Gesamtstrecke: 15620 m
Maximale Höhe: 2765 m
Minimale Höhe: 1179 m
Gesamtanstieg: 1979 m
Gesamtabstieg: -1148 m
Total time: 07:03:59
Herunterladen

Habkern – Grüenebergpass – Seefeld – Sibe Hängste – Grüeneberg – Fall – Innereriz

Gemütlich zum Grüenebergpass. Die Route durch das Seefeld ist markiert. Sehr schön durch offenen Wald und immer Sicht auf die Kette der Berner Alpen. Auf tragendem Schnee über Karstfelder zu den Sibe Hängste. Bis zu Grat sehr warm, oben dann erfrischender Wind. Genussvoll in einem grossen Bogen durchs Obere Seefeld in Falltal. An mehreren Nassschneelawinen vorbei ins Eriz. Bei der Wettersituation besser zurück nach Habkern gehen.

Gesamtstrecke: 18784 m
Maximale Höhe: 1928 m
Minimale Höhe: 1039 m
Gesamtanstieg: 1215 m
Gesamtabstieg: -1294 m
Total time: 06:22:08
Herunterladen

Niederhorn – Güggisgrat – Burgfeldstand – Gemmenalphorn – Gemmenalp – Chromatta – Habkern

Erst leicht zum ersten :- ) und zweit Gipfel. Dann Spurlos bis zur Aufstiegsroute zum Gemmenalphorn. Steil auf  guter Spur zum Gipfel. Quer bis zum Oberberg wieder unberührter Schnee. Dann in  Pulverschnee bis zur Skipiste bei Habkern.  Super Tag!

Gesamtstrecke: 12654 m
Maximale Höhe: 2048 m
Minimale Höhe: 1113 m
Gesamtanstieg: 461 m
Gesamtabstieg: -1269 m
Total time: 04:04:59
Herunterladen

Grindelwald – Chiemattenhubbla – Alp Grindel – First – Baach – Räckholtertor

Kalt – sehr kalt im Schatten des Wetterhorns. Gemütlich zur First gequert – in der wärmenden Sonne. Sanfter Abstieg im Neuschnee von Baach bis an den Ortsrand. Interessante Wolken-Fetzen an EMJ dem Berner Dreigestirn.

Gesamtstrecke: 19877 m
Maximale Höhe: 2277 m
Minimale Höhe: 1030 m
Gesamtanstieg: 1185 m
Gesamtabstieg: -1376 m
Total time: 06:01:48
Herunterladen

Grütschalp – Spryssewald – Sousläger – Sulsseewli – Schwarze Schopf – Lobhörner – Bira – Mära – Türliboden – Soustal

Gesamtstrecke: 22869 m
Maximale Höhe: 2592 m
Minimale Höhe: 1481 m
Gesamtanstieg: 1415 m
Gesamtabstieg: -1415 m
Total time: 06:04:08
Herunterladen