Schlagwort-Archive: GPX

Jaunpass – Chriegsmoos – Oberenegg – Hundsrügg – Birehubel – Wannehörli – Wildeneggmäder – Wildeggli – Simne – Saanenmöser

Reichlich Neuschnee (20-30 Zentimeter) liegt auf dem Jaunpass. Gehe etwas östlich vom direkten Weg zum Chriegsmoos und auf die Ebene. Achtzehn Leute sind vor mir. Acht steigen beim Oberenegg Läger aus und geniessen einen Aperitif. Weiter Sieben überhole ich im Steilhang zur Oberenegg. Ich gehe hier östlich und erreiche so den Grat am nördlichen Ende. Weiter zum  Gipfel der Oberenegg.  Hier sind die letzten drei Wanderer die ich heute zu Gesicht bekomme. Ich gehe weiter über den Grat auf guter Spur bis zum Hundsrügg.

Schön Aussicht auf die Gastlosen. Über die Lenk sieht man den  auffälligen Plaine Morte. Ich folge weiter dem Grat bis zum Birehubel. Auf diesem Abschnitt sind keine Spuren im Neuschnee. Vom Hubel kann man weiter gehen bis zum Rellerli. Ich bin die Route vor Jahren gegangen. Deshalb gehe ich heute nach Südosten weiter zum Wannehörli. Dann über die lieblichen Honegg. Grosse Wächten prägen die Kanten und ermöglichen einen sanftes Absteigen. Gehe bis  zur obersten Hütte am Grat. Quere nun über die Wildeneggmäder zum Wildeggli. Der Schnee ist hier unterschiedlich. Mal nass,  mal tief,  mal rutschig oder hart – mühsam zu gehen. Zwanzig Minuten herumstolpern und ich bin auf der gepflügten Alpstrasse bei Simne. Das letzte Stück ist Wanderweg mit  Pulverschnee durch den Simmengraben. Fünf Minuten vom Bahnhof Saanenmöser treffe ich auf die aprer Quartierstrasse.

Fazit: Abwechslungsreiche Gratwanderungen. Erst belebt dann immer ruhiger. Für den Endspurt wünsche ich mir das nächste mal mehr Pulverschnee.

Gesamtstrecke: 14276 m
Maximale Höhe: 2035 m
Minimale Höhe: 1270 m
Gesamtanstieg: 794 m
Gesamtabstieg: -1033 m
Total time: 04:20:38
Herunterladen

Simplon – Monte Leone – Weng – Straffulgrat – Inneri Nanzlicke – Üsseri Nanzlicke – Spitzhorli – Rossu – Hospiz

Die ersten  Sonnenstrahlen wärmen die kalte Luft, zehn Uhr ist eine gute Zeit zum starten auf dem Simplonpass. Vom Hotel Monte Leone folge ich dem markierten Schneeschuhtrail – diese Line kenne ich nicht. Komme so direkt zum den Weng unter dem Tochuhorn. Die ausgetretene Spur ist offensive – sehr hoch – nur bei Verhältnissen (Lawinengefahr Gering, Stufe 1 ) wie heute sicher.

Nach der Traverse des Hanges steige ich durch das Tobel hoch. Auf 2330 Meter Höhe verlasse ich die Piste zum Spitzhorli und quere zu den südlichen Ausläufern des Straffulgrat. Der Schnee ist bombenfest – ich steige direkt der Gratlinie entlang hoch.

Bald wir es flacher. Gut! Nun kann ich die pittoresken Schneeverwehungen und die Aussicht geniessen. Im Süden zum Fletschhorn, Mattwald, Mischabel, Weisshorn. Nach Osten das Hübschhorn, Breithorn, Monte Leone, Wasenhorn, Punta Terrarossa, Bortelhorn. Nach Norden das Bitschhorn über dem Spitzhorli. Der Grat ist lieblich gewellt und senkt sich nach 1200 Metern zur Inneri Nanzlicke. Danach wieder hoch über bis zu 20 Meter hohe Wächtenkämme die kleine Täler bilden. Sehr schön. Der Preis – es belässt ein starker Wind.

Der Absteig in die Üsseri Nanzlicke ist kurz aber steil (kann umgangen werden). Nun der Aufstieg auf der Tourenskipiste zum Spitzhorli Kreuz. Leicht. Der höchste Punkt ist nicht beim Kreuz sondern noch zwei Wellen weiter. Ich gehe weiter sogar über den Gipfel des Spitzhorli hinaus bis zum Zahn mit der Steinsäule bei Punkt 2726. Auch hier sind die Wächten riesig.

Der Rückweg: Sechs Wanderer/Skifahrer sah ich heute. Wohl wegen dem Wind sind am Nachmittag alle ausser Sicht oder schon im Tal.

Die Schneeunterlage ist super griffig. Sinke nie ein. Gehe zurück zum Spitzhorli Kreuz und dann der Kante entlang bis fast zur Üsseri Nanzlicke. Dann direkt in die Rossu Ebene herunter. Immer im Blick Wasenhorn, Monte Leone, Hübschhorn. Durch das Bachtobel südwestlich der Weng gehe ich unter der Wächte durch, hinunter bis auf den Boden auf 2200 Meter Höhe. Jetzt noch quer über drei Rippen dem Simplon Hospiz entgegen. Eine gut Spur weisst mir den Weg durch die Felsen. Schöne Landschaftsformen sind das –  immer wieder.

Fazit: Super Wetter. Sehr stabile Schneedecke. Eine Route die nicht immer machbar ist. Ein herrlicher Tag.

Gesamtstrecke: 12267 m
Maximale Höhe: 2720 m
Minimale Höhe: 1987 m
Gesamtanstieg: 923 m
Gesamtabstieg: -894 m
Total time: 04:28:23
Herunterladen

Sunnegga – Blauherd – Stellisee – Fluhalp – Breitboden – Pfulwe

Vor zwei Jahren bin ich nicht bis auf den Pfulwe gekommen im oberen Teil war der Neuschnee zu heikel. Heute kein Problem. Pickelhart die Unterlage.

Starte in Blauherd. Nutze eine alte Spur, die, die Höhe haltend, den gefrorenen Stellisee im Norden passiert. Auf dem Winterwanderweg südlich vom See sind einige Wanderer unterwegs. Bei dem super Wetter kein Wunder. Nach dem Berghaus Fluhalp bin ich dann alleine unterwegs. Kein Mensch weit und breit.  Im Schatten der Findel-Moräne zum ersten Steilhang. Suche Geländerippen mit tragenden Wächten. Dann etwas sanfter über den Breitboden, und bald im Zickzack steiler zu Punkt 2988.Bis hier war ich vor zwei Jahren. Heikel geschichteter, streng gehbarer Neuschnee liess mich damals umkehren.
Heute auf guter Spur zum Pfulwe Sattel. Die fotogen „rostige“ Spitzi Flue im Norden der Route. Zum Schluss ein Sprint auf hartem Schnee erst etwas nach Süden dann schnurgerade hoch zum Pfulwe auf 3313 Meter über Meer.

Der Gipfel: Schöne Sicht zum Rimpfisch Horn und dem auffälligen Adlerhorn. Über den riesigen Findelgletscher zum Weissgrat und dem Monte Rosa Massiv. Und natürlich der Blick zurück über  die Aufstiegsroute zum Matterhorn.  Es merklich kühler als in den Nordhängen im Aufstieges.
Der Abstieg. Erst vorsichtig über den Gipfelhang mit harten Schnee zum Pfulwe Sattel. Ab hier suche ich die nördlich geneigten Hänge und Rinnen. In dieses liegt feinster Pulverschnee und ich komme so viel bequemer den Berg herunter als erwartet.
Noch die flache Passage zur Fluhalp. Dann wieder Höhe haltend zum Blauherd. Hier gönne ich mir einen Tee Creme mit Aussicht erster Klasse

Habe viel Zeit – zu schnell gewandert – deshalb gehe ich weiter bis Sunnegga. Ein paar Meter neben der Piste ist eine gute Spur. Geniesse dabei die einzigartige  Sicht auf den Berg der Berge – das Matterhorn.

Fazit: Sonne pur. Weltberühmte Aussicht. Viel Schnee. Ruhe. Ein Tag fürs  Bilderbuch.

Gesamtstrecke: 12407 m
Maximale Höhe: 3285 m
Minimale Höhe: 2277 m
Gesamtanstieg: 860 m
Gesamtabstieg: -1140 m
Total time: 04:46:29
Herunterladen

Tschierv Orasom – Funtauna Grossa – Lai da Chazfora – Piz Chazfora – Piz Turettas – Chazfora – Era da la Bescha – Curtin Dadora

Regen in Zürich Sonnenschein im Münstertal das heisst früh aus dem Bett.

Starte in Tschierv Orasom gleich  neben der Bushaltestelle. Steige zügig  auf der  Tourenskiabfahrt durch den Wald auf. Über Funtauna Grossa ist der Waldes Schutzgebiet mit einem Wintersportkorridor versehen. Ab und zu scheint die Sonne durch die Bäume. Über der Waldgrenze dann Sonne pur und zu meinem Missfallen Wind – unangenehm beissend. Nutze eine gefestigte Skispur von Era da la Bescha über die Alp bis zum Lai da Chazfora. Erfreut stelle ich fest das es hier oben windstill ist. Nun kann ich den Schlussaufstieg voll geniessen . Vom  See nach Westen über ein sanften Grat zum Piz Chazfora die Landschaft ist ein Traum. Dann leicht steigend über die gewellte Chazfora zum  Nordhang des Piz Turettas. Was nun kommt ist knackig. 95 Höhenmeter bei 35° Steigung und mehr. Ein leichter Grat und Skitourenspuren weisen mir die Route. Zum Glück ist die zwei Meter hohe Gipfelwächte mit Stufen präpariert.

Der Gipfel des Piz Turettas. 360° ungetrübte Sicht in bestem Licht. Der Ortler zum greifen nah. Weit und breit kein Mensch. Einfach Traumhaft. Der Abstieg: Gehe Richtung Osten zu Punkt 2957, dann den steilen Nordgrat herunter. Einmal leicht in den Nordosthang ausweichend sonst direkt auf der Krete. Der Schnee ist sehr griffig – optimal. Bald wird es flacher und ich ziehe einen weiten Bogen über die Chazfora nach Westen – herrlich –  um durch eine Mulde zum Pass beim Lai da Chazfora zu gelangen. Halte ein paar Minuten inne um die letzten Sonnenstrahlen wirken zulassen.

Gesehen habe ich den ganzen Tag nur zwei Skifahrer. Aber eine schön weiche (unter dem windgepressten Schnee verbirgt sich bester Pulverschnee) Schneeschuhspur von heute führt mich zum Waldrand unter Era da la Bescha. Zum Schluss auf harter Tourenskipiste durch den Nadelwald über Funtauna Grossa bis Curtin Dadora.  Kurz später sitze ich im Bus nach Zernez.

Fazit: Die weite  Anreise ins Münstertal hat sich voll ausgezahlt. Guter Schnee. Traumwinterwetter, tolle Aussichten.

Gesamtstrecke: 13065 m
Maximale Höhe: 2936 m
Minimale Höhe: 1652 m
Gesamtanstieg: 1324 m
Gesamtabstieg: -1324 m
Total time: 05:01:35
Herunterladen

Bussalp – Burg – Winteregg – Schoneggen – Büössalp – Bussalp

Beginne auf der Bussalp nutze für die ersten Höhenmeter den Winterwanderweg. Vor dem Bussalp Oberläger wechsle ich auf eine alten Skispur Richtung Burgnollen. Die Burg ist mein erster Gipfel. Er bietet Pulverschnee und tolle Perspektiven auf die Bergkulisse. Gehe spurlos von Norden bis an die Spitze und dann dem Grat entlang zurück. Kurz in die Senke beim Burgseeli dann nach Westen bis an die letzte Rippe unter der Winteregg. Erst sanft über den Rücken und durch eine weite Mulde, am Schluss steil zum Grat.
Die Winteregg ist 1750 Meter lang ich kann davon 970 gehen. Das Stück nach dem Einschnitt bei Punkt 2455 spare ich mir für den Sommer.
Zurück bis zur Steinsäule. Am mutmasslich höchsten Punkt. Hier mache ich eine Pause und geniesse die Aussicht, es ist Windstill und um null Grad warm.
Gehe weiter Richtung Faulhorn. Immer möglichst nördlich an der Abbruchkante. Das Faulhorn ist südseitig Schneefrei.
Ich erklimme den höchsten Punkt der Schonegg.
Im Abstieg folge ich dieser bis kurz vor dem Burgseeli. Der Schluss ist ein gerader, rasanter Abstieg über breite Hänge mit weichem Schnee bis zur Bussalp.

Fszit: Viel Sonne, angenehm warm und viel Schnee. Tolle Aussichten. Spurlos westlich der Burg.

Gesamtstrecke: 12419 m
Maximale Höhe: 2556 m
Minimale Höhe: 1793 m
Gesamtanstieg: 965 m
Gesamtabstieg: -965 m
Total time: 04:12:14
Herunterladen

Langis – Schwendi Kaltbad – Jänzi – Egg – Andresenhütte – Glaubenberg

Gesamtstrecke: 11217 m
Maximale Höhe: 1727 m
Minimale Höhe: 1411 m
Gesamtanstieg: 466 m
Gesamtabstieg: -466 m
Total time: 03:30:40
Herunterladen