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Melchtal – Blegi – Laihütte – Storeggpass – Eggen – Flühmattli – Grafenort

Das Wetter will es heute nicht gut mit mir. Bise, kalt und oben am Widderfeld Stock hängt die Feuchtigkeit die der Nordwind an die Alpen rückt. Auch das Storegghorn ist im Nebel. Östlich vom Storeggpass öffnet sich ein kleines Fenster zum Spannort über Engelberg. Steige über die Eggen zum Flühmattli ab.  Der Weg ist hier ziemlich steil und nur bei trocken Verhältnissen wie heute empfehlenswert. Am Brächgraben mache ich ein ausgedehnte Mittagspause, am rauschenden Wasser. Hier im Tal ist es windstill und die Sonne scheint  herrlich. Damit ist der Tag gerettet.

Fazit: Kalter Wind und Nebel oben. Zum Schluss ein Genuss.

Gesamtstrecke: 12531 m
Maximale Höhe: 1735 m
Minimale Höhe: 565 m
Gesamtanstieg: 1075 m
Gesamtabstieg: -1398 m
Gesamtzeit: 03:56:28
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Maggia – Ovia – A Marena – Al Mött dal Zücar – Spin – In Parcüroi – La Capela dal Scinc – Salto Maggia

Über Auffahrt – sechs Tage mit meiner Frau im Tessin.
Oder ein sehr warmer Frühsommer  in der Südschweiz.

Dritter Tag
Heute ist es über 25 Grad warm und leicht dunstig. Wir wandern von Maggia über das Valle del Salto  nach Marena und dem Hängen entlang nach Tasmei. Von hier steigen wir über Spin, Parcuroi durch aufgegebene Weiden mit sehr alten Kastanienbäumen nach Maggia. Nach einem Abstecher mit Sprühdusche am Salto Maggia geht es zurück nach Locarno zum Eisessen.

Gesamtstrecke: 10577 m
Maximale Höhe: 981 m
Minimale Höhe: 325 m
Gesamtanstieg: 952 m
Gesamtabstieg: -953 m
Gesamtzeit: 04:08:10
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Vallon de St-Imier – Villeret – Combe Grède – Les Limes – Le Houbel – Le Hubel – Petite Douane – Les Goguelisses -Pont des Anabaptistes – Prér Cortébert – Combe du Bez – La Tuilerie – Corgémont

Gesamtstrecke: 20048 m
Maximale Höhe: 1501 m
Minimale Höhe: 659 m
Gesamtanstieg: 1114 m
Gesamtabstieg: -1216 m
Gesamtzeit: 06:07:31
Download file: 2020-05-19_Villeret-Grede-Corgemont.gpx

Schwenden im Diemtigtal – Weeri – Meniggrat – Stand – Seeberg – Seehore – Rotihore – Stierenberg – Muntigli – Mariedgrabe – Mannried – Zweisimmen  

Die Sonne scheint ungetrübt. Im Tal blüht der Löwenzahn, die Grillen zirpen und die Kuhglocken bimmeln. Höher auf den Alpen blühen Enziane und Krokusse neben den letzten Schneeflecken.

Starte in Schwenden, zum einlaufen erst zwanzig Minuten auf der Alpstrasse im Grabe. Am Punkt 1340 beginnt der Bergweg, in unendlich vielen Kehren (circa 50) hoch durch die Weeri. Die Weisen vor dem Menigsattel übersäht mit Enzianen. Von hier mache ich eine Abstecher zum Meniggrat. Zurück am Menigsattel geht es weiter über den Stand. Hier liegen ausgedehnte Schneewächten, gehe weiter unter dem Seeberg durch immer schön am Felskranz entlang bis zum Nordhang des Seehorn. Hier beginnt der Schnee. Montiere Steigeisen, und esse das erste Mal heute – Linsensalat: Ein Fehler!
Erklimme den ersten Aufschwung, ab etwa 1900 Meter Höhe, über tragenden Schnee. Quere auf dem Absatz  mehr oder weniger auf der Höhe von 1980 Meter nach Südwesten bis zum aperen Grat bei CH1903: 601436/157740. Krämpfe in Muskeln und Bauch, dazu ein extra hoher Plus, plagt mich, quäle mich auf die Platte bei 2060 Meter Höhe hier muss ich eine Verdauungspause einlegen. Nach dreissig Minuten fühlte ich mich besser. Bis zum Gipfel des Seehore / Rotihore gehe ich etwas gemütlicher.

Gipfelrast im Windschatten des Steinturmes mit dem Kreuz, bei angenehmen 15°.
Tolle Sicht vom Thunersee über die Jungfrauregion, Wildstrubel, die Spillgerte in der Nähe und nach Westen über den Hundsrügg zu den Gastlosen mit herausstehenden Dent de Ruth.   Gehe weiter erst zum Nachbargipfel CH1903: 601630/157264, dann genussvoll auf Schnee bis 2060 Meter Höhe. Hier verlasse ich die Gipfelroute und quere nach Weste. Sehr schöne Landschaft  am Rande der Waldgrenze unter der Röti und Schratti. Vom Karst sieht man nichts, alles ist mit viel Schnee bedeckt.

Mein Plan ist zur Fromatt zu gehen, der beste Weg ist über den Fromattgrat. Mir fehlt aber die Kraft…. Versuch auf der Höhe um 2000 Meter eine Line zu finden – zu Mühsam, immer wieder schwer übersteigbare Felsrippen brechen den Rhythmus. Entscheide abzurechen. Gehe steil bergab zur Stierenberg Alp – alles auf gutem Schnee. Vom Bergrestaurant Stierenseeberg sind es 2:35 nach Zweisimmen. Passt. Eigentlich wollte ich über die Fromatt nach Blankenburg. Es liegt mehr Schnee als erwartet und so sind meine Pläne zu ambitioniert.

Vom Stierenberg gehe ich dem Muntiggrabe nach. Alles schneefrei bis auf ein riesige Wächte (4 Meter) in der blühenden Alp kurz vor Punkt 1781 bei Stand. Ab hier auf leidem Karrweg bis zum alten gut gepflegten Alpweg dem Mariedgrabe entlang. Im Mannried erreiche ich die Zivilisation. Zum Schluss über saftige Weiden an die milchige  Simme. Dem schönen Burgenweg entlang zum Bahnhof Zweisimmen.

Fazit: Alp Frühling in Diemtigtal und Simmental. Viel  Schnee in den Nordwest Lagen am Seehorn. Ruhig den ganzen Tag,  Keinen Wanderer getroffen – nur volle Parkplätze von weitem gesehen, wo die alle waren ist mir ein Rätsel.

Gesamtstrecke: 21574 m
Maximale Höhe: 2248 m
Minimale Höhe: 920 m
Gesamtanstieg: 1620 m
Gesamtabstieg: -1848 m
Gesamtzeit: 06:38:27
Download file: 2020-05-07-Seehorn.gpx

 

Innerthal – Wägitalersee – Hohfläschen – Almismatt – Fanenhöli – Schiberg

Starte in Innerthal gemütlich auf der Strasse dem Wägitalersee entlang bis zur Abzweigung nach Hohfläschen. Nun steil bergauf bis zur Berghütte. Weiter in einem Bogen zur Almismatt. Ab hier weglos auf dem Grat westlich über der Fanenhöli. Erst im lockeren Föhrenwald dann offen oft über Karstgestein.
Nach Punkt 1797 ziehe ich in die Mulde hinein weg vom steilen zerklüfteten Grat. Nach einer Steilstufe erreiche ich die Ebene mir den vielen Mulden und Löchern. Heute mehrheitlich mit Schnee gefüllt. Von der Kante bei Punkt 1948 am Schibergsattel sehe ich zum Bockmattlistock und am Tierberg vorbei zum Speer.
Der Schibergsattel ist mein Wendepunkt. Kehre um und gehe den selben Weg zurück.

Fazit: Kurz, knackig, ausbaufähig. Nächstes Ziel; ein Runde Innerthal – Bockmattlipass – Schiberg – Almismatt – Bärenpfad gehen.

Gesamtstrecke: 14503 m
Maximale Höhe: 1946 m
Minimale Höhe: 904 m
Gesamtanstieg: 1232 m
Gesamtabstieg: -1232 m
Gesamtzeit: 05:00:03
Download file: 2020-04-23_Waegital.gpx

Biasca – Chiesa di San Carlo Borromeo – Chiesa dei Santi Pietro e Paolo – Kreuzweg – Santa Petronilla – Motta – Aldirei – Monte Robart – Motta Bella – Monte Robart – Reisc – Tecett – Piotela – Cömbra – Santa Maria del Castello – Pozzone di Osogna –  Oratoria San Rocco – Osogna

Start in Biasca. Bis zur Kirche San Carlo Borromeo der Bahn entlang. Aufstieg zur Chiesa dei Santi Pietro e Paolo. Den  Kreuzweg entlang zur Brücke, Wasserfall und Kappel Santa Petronilla.

Ab hier ist der Weg Richtung Albat rauer aber gepflegt. Er windet sich durch steile Ziegenweiden und quert in den Bändern von Motta. Ich passiere die Seilbahn bei Aldirei. Kurz danach geht es Zickzack hoch. Auf 820 Meter über Meer ist in paar Meter neben dem Weg an einem Felsen eine blaue Markierung RIPARI  FSS. Der Pfad ist nun ungepflegt und teilweise schwer zu erkennen. Ich orientiere mich an Felsen die aus dem Gras/Farn ragen und eine Reihe bilden. Ab und zu ist eine blaue Markierung oder Steinmännchen vorhanden. Das Gelände ist meist steil die Spur steigt nur moderat. Im Zweifel halte ich die Höhe.
Die Ruine Motta Bella bildet den geographischen Höhepunkt meiner Wanderung. Etwas weiter ist die Abzweigung nach Piotela ist leicht zu verpassen. Ich gehe hier zu weit. Bei den ersten Sicherungsseilen unter dem Aussichtspunkt auf 780 Meter  Höhe werde ich skeptisch. Ich bin zu tief und muss zurück. Der Übergang in den Graben östlich hoch über Giüstizzia  ist nicht markiert und der Pfad überwachsen. Hinter einem Felsblock ist die Route dann klar erkennbar die Passage des Baches problemlos. Auf der Südseite ist der Weg gepflegt und gemäht. Das Trinkwasser für Reisc/Tecett /Piotela kommt von hier. Der Weiler ist mit einer Transportbahn erschlossen und gut im Schuss. Die Aussicht vom Kreuz ist herrlich. Die Sonne brennt nun richtig. Zeit zum Sonnenbaden.

Jetzt geht es runter, gut gebaut windet sich der Pfad um die Felsbänder. Bis zum Weiler Cömbra hier wird gearbeitet – Holz sägen. Weiter bis zur Kappelle Santa Maria del Castello über dem Dorf Osogna. Zuletzt durch Reben auf den  alten Dorfplatz. Von hier mache ich einen Abstecher zum Pozzone di Osogna den ich schon von der Kapelle gesehen habe. Ein herrlicher grosser Pool – glasklar.

Habe etwas Zeit bis mein Bus fährt und mache noch einen Dorfrundgang. Oratoria San Rocco, die moderne Dorfschule und einzelne Häuser sind fotogen.

Fazit: Die Wanderung ist in der Mitte etwas für Fährtensucher, zum wandern eher öde –  wären am Anfang und am Ende nicht die geistlichen Kulturgüter und die spektakulären Wasserfälle. 

Gesamtstrecke: 11547 m
Maximale Höhe: 918 m
Minimale Höhe: 269 m
Gesamtanstieg: 1090 m
Gesamtabstieg: -1111 m
Gesamtzeit: 04:05:44
Download file: 2019-10-10_Biasca.gpx