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Gumen – Bützi – Erigsmatt – Gletti – Ängi – Stöllenloch – Grüenen Blätz – Brunalpelihöchi – Bützi – Gumen

Karst ist neben Blockfelsmeeresufer mein Lieblingsgelände.
Von Braunwald Gumen zum Bützi. Durch markierten Karst bis kurz vor die Erigsmatt Hütte. Ab hier über die Gletti, Ängi auf ab und zu erkennbarem Pfad. Dann frei Richtung Stöllen. Super schöner Plattenkarst. Eine Stelle bei Punkt 2198 mit 170 Meter  Durchmesser wirkt wie ein Theater. Genial.
Gehe das Halbrund genussvoll ab. Über ein paar Stufen und ziselierte Karstplatten erreiche ich den Gipfel Punkt 2340 über den Stöllen. Der vermeintliche Gipfel ist ein riesiger Felsbogen. Das Stöllenloch.
Mein Wendepunkt. Gehe Richtung Pfannenstock und sehe wo man von Westen  am Besten auf den Grat zum Pfannenstock kommt. Bewege mich um diverse riesige Löcher zum Südwestgrat.
Steig nun zur Brunalpelihöchi ab quert erst den Wanderweg vom Charetalphüttli, dann den von der Erigsmatt Hütte. Von der Brunalpelihöchi jetzt hoch zur Stufe auf 2300m und folge dieser Höhe. Einmal überzeugt einmal fragend. Hatte mir die Orientierung leichter vorgestellt. Bin  vor zwei Jahren etwas höher/nördlicher quer gewandert und fand die Route sinnvoll. Etwa von Punkt 2260 bewege ich mich fast direkt zum Bützi. Machbar. Ein altes Paar  (wirklich alt) stöckelt hier in meiner Richtung. Ich bin in 30 Minuten an der Kombibahn, 35 Minuten vor Betriebsschluss. Ich zweifle dass die alten Leutchen das schaffen. Vielleicht ist ihr Plan ins Dorf zugehen. Tief aber zeitlich vor dem Eindunkeln machbar.

Fazit: Ich liebe Karst und komme wieder. Dann baue ich den Pfannenstock ein.

Gesamtstrecke: 16580 m
Maximale Höhe: 2347 m
Minimale Höhe: 1896 m
Gesamtanstieg: 968 m
Gesamtabstieg: -968 m
Total time: 06:10:00
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Melchsee-Frutt – Bonistock Basis – Murmoltereneggen – Tannenrotisand –  Rotsandnollen – Schönboden – Wolfisalp – Unterboden – Schwend – Stöckalp.

Vor Jahren musste ich diese Tour mit Schneeschuhen abkürzen. War erkältet und mir fehlte die Kraft bis ganz hoch zum Gipfel trotz gutem Wetter und perfekter Spur. Heute ohne Schnee – aber nur bis kurz unter dem Gipfel…
Gehe von der Bergstation Melchsee-Frutt nach Westen zum See herunter und folge dem Ufer bis zum Lift. Kurz danach gehe ich hoch zu unter die Felswand des Bonistock. 150 Meter vor mir eine Mutter mit Kletterseil und Kindergarten Kind. Sehr bunt angezogen die Beide. Nach 10 Minuten gehen: Ein Schrei – von unter „HALTT ZURÜCK ALLES IM KASTEN“ Ein Kamerateam unter uns dreht wohl ein Werbefilm. Titel: „Mit Kind und Seil zur Felswand und wieder zurück.“
Nächste Episode ohne Kamera. Der Felswand des Tannenschildes entlang auf dem markierten Wanderweg. Bis zur Fahrstrasse unter dem Türmli. Dies führt zu einem Wasserreservoir. Ab hier Weglos. Erst ein kleine  Moorlandschaft ein Tal hoch. Danach Plattenkarst um 30° steil, gehbar. Oben vor dem Tannenstock überraschend Felsplatten auf einer Ebene mit diversen Pfützen. Die Landschaft erlebe ich total anders als im Winter – phantastisch – gleicher Ort zwei Welten.
Zum Tannenrotisand direkt hoch und nicht wie ich geplant hatte der Skispur nach. Dumm ist oben gegen 40° Beschaffenheit Tonstein. Schaff es ohne Ausrutscher und komme auf dem scharfen Teil des Gastes an. Kein Problem im Winter mit grosser Wächte und im Sommer ohne Schnee. Heute liegt aber bis 10cm Schnee auf den glatten aufgestellten Felsplatten. Zum Glück ist es nur knapp 30 Meter zum breiten Gratabschnitt. Nun noch der Gipfelaufbau. Auf einem Schneefeld (30cm tief) an die erste Felsstufe. Dann sanft an die finale Hürde, ein Felsband mit einem gut gehbaren Durchbruch.  Denn sieht man von unten besser als von oben, also merken.
Der Gipfel mit Panoramablick. Und Tiefblick über den Trübsee nach Engelberg. Die Arena zeigt Rotstock, Spannort, Titlis, Webdestöcke, Schreckhorn, Wetterhorn, Glogghüs, die nahe Bargen Schibe,  Schratteflue, den Jura im Dunst und nah Hanghorn, Huetstock im Norden.
Abstieg: Tannenrotisand dann nach Norden. Das Gröll- heute Schneefeld wäre gut. Ich steige aber etwas östlich aufrecht über trocken Feld ab. Und gelange so in Kletterkarst (UIAA II) So etwas will ich eigentliche ich nicht. Schaffe die 30 Höhenmeter. Unten Kopfschütteln über meine (Un-)Vernunft.
Gehe nun über Karst hoch Richtung Fulllücke. Zu viel Schnee, also vernünftig bergab dem Wasser nach auf den Schönboden (Nomen est Omen)  Genussvoll über die Wolfisalp Hier treffe ich auf den Wanderweg zur Alp Unterboden .Wüste zertreten auf Viehabtrieb. Vom Unterboden steil über Weiden nach Schwend und zur Stöckalp.

Fazit: Winter ist nicht Sommer. Schön Tour bis zur Wolfisalp.  Würde ein anders Mal ab der Wolfsalp über Zigerboden – Bettenalp auf dem Höhenweg hoch zur Melchsee-Frutt gehen. Der Weg dürfte angenehmer zu gehen sein.

Gesamtstrecke: 16133 m
Maximale Höhe: 2663 m
Minimale Höhe: 1052 m
Gesamtanstieg: 1007 m
Gesamtabstieg: -1854 m
Total time: 06:25:59
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Lavertezzo – Valegg d’Orgnana – Laghetto d’Orgnana – Boccetta d’Orgnana – Pizzo d’Orgnana – Mött di Pegor – Cima – Valaa – Pizzit – Mergozzo – Val di Chiegg – Gordevio

Unter der Ponte di Salti ist alles voll um 9 Uhr – die Instagram Meute ist im Verzascatal angekommen. Ich gehe im Westen der Verzasca entlang und bin bald für mich. Fotografiere ein bisschen grünes Wasser und bunten Fels. Schön.
Aber nun an die Arbeit… Zwölfhunert Meter nach der Brücke in Lavertezzo geht es los. Der Wanderweg ist am Anfang aufgefrischt. Nach fünfzehn Minuten bergauf markieren Handschuhe unter einem Trittstein das Ende der Weginstandhaltung. Die ersten Felswände weissen den Weg zum Taleingang. Schatten und das Rauschen des Valegg da Cansgel beschäftigen nun meine Sinne. Der Weg steigt stetig und ist nun immer in Sichtweite des Wassers. Ein Wasserfall folgt dem Nächsten, selten unterbrochen von Wasserrutschen ähnlichen Partien. Es gibt die eine oder andere schön Badestelle. Aber ich habe ja noch mehr vor –  also weiter. Etwa eine Stunde gibt es nur eine Richtung – nach oben. Schweisstreibend steil!
Dann die Waldgrenze und die Sicht zu den Bergspitzen ist offen. Zugleich ist die Steigung des Wanderweges moderater. Heidelbeeren sind reif. Lecker. Kurz vor der aufgegebenen Alp Orgnana überquere ich den Valegg d’Orgnana.Nun ist der Pass im Fokus. Zuerst steigt die Route noch einmal kräftig an und ich erreiche den eckigen Laghetto d’Orgnana. Kurze Verschnaufpause.  Die Boccetta d’Orgnana ist wie ein Tor flankiert von Felstürmen. Kein Wegweiser – nichts. Zwanzig Höhenmeter tiefer dann die Infos und die Abzweigung. Gehe auf der Blau-weiss markierten Route. Was ich bei der Planung als Querung in +45° Gelände gelesen habe ist in Wahrheit ein steiler Aufstieg über kahle Felsplatten und zwei Felsrippen. Spektakuläre die Stelle mit dem weit übersenden Felszahn, die Route führt direkt darunter durch. Kurz danach verlasse ich den Alpinkurs und ziehe über den Grasshang direkt zum Pizzo d’Orgnana hoch. Etwas östlich sind die Aussicht und vor allem die Luft besser. Die Zeigen liegen 300 Meter tiefer – gut so. Nach einer ausgiebigen Rast gehe ich weiter immer schön auf dem Grat. Dieser ist etwas gezackt aber mit wenig Handarbeit aufrecht gehbar. Gehe nur bis zur Cima über der Alpe di Valaa. Genug bergauf für heute, entscheide ich.
Der Abstieg. Weglos über den Grat bis zum Wanderweg. Nun durch den Kessel der verlassen Alpe di Valaa.  Was jetzt folgt ist wüst. Irgendein (D)Sepp hat den Weg zur Alp Pizzit gebaggert, und keine Entwässerung gemacht. Restultat das Ganze ist ein ausgewaschener Graben geworden. Die Hütten, mit vielen Zeigen überall, sehen genau so stümperhaft und unfertig wie der Weg darüber aus. Am liebsten würde ich dem Besitzer als Strafe die zahlreichen Schweizerfahnen an den diversen Hütten konfiszieren. Ist aber niemand zu Hause… Zu Glück ist der Bagger nur über dem Hof zum Einsatz gekommen. Darunter ist der Weg gut mit allen Arten von Stufen gefertigt (Fels, Granit,  Holz, Erd,  und Bahnschwellen). Gefühlte 10000 sind es bis in Tal. Natürlich je tiefer je besser unterhalten. Im Bereich des Dorfes sind sogar Betontreppen verbaut.
Fazit: Die Verzasca Seite und Grat sind attraktiver als die Maggiatal Seite mit der Ziegenalpsiedlung. Alternativ kann man zum Abschluss in gut zwei Stunden von der Boccetta d’Orgnana Richtung Locarno/Cimetta (Seilbahn) gegen. 

Gesamtstrecke: 17477 m
Maximale Höhe: 2186 m
Minimale Höhe: 310 m
Gesamtanstieg: 1916 m
Gesamtabstieg: -2144 m
Total time: 07:05:51
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Gsteig bei Gstaad – Heiti – Topfel – Stiereberg – Verlornenberg – Dent Blanche – Gstellihore – Lapies di Bou – Sanetsch

Die Tour habe ich als Frühlingsschneeschuhe Wanderung geplant. Zum Glück nicht ausgeführt. Das Couloir über Topfel würde gehen. Das Problem sind die tiefen Karstlöcher und Felsspalten auf dem Verlornenberg diese müssen gut überbrückt sein.
Ein grosse Wandergruppe steigt an der Post in Gsteig aus und wandert direkt in den Bären.. Ich passiere den Bären und das Heiti auf dem Campingplatz.  Ab hier bin ich alleine bis zur Seilbahn am Nachmittag.
Folge dem Wanderweg, dem Karrweg zur Zaaggewied passiere den Skilift und treffe im Wald auf einen Viehtrieb Pfad nach Topfel. Nun Weglos dem Weidezaun entlang zur Schlüsselstelle. Eine Rinne mit einer Felsplatte links und bröckelnden Felsen rechts in der Mitte Schutt, nasses Grass, und Felsabsätze. Keine Markierungen – aber ab und zu  Trittspuren. Die ideale Linie finde ich dank parallelen Seilen und Ketten bei den Absätzen. Zum hochsteigen braucht ich die Hilfe nicht. Im Abstieg bei Nässe oder Eis sicher eine Stütze. Nach 15 Minuten bin ich durch und in moderatem Gelände.
Ein Pfad ist nun gut sichtbar. Er verläuft sich durch offenen Wald Richtung den Geröllhalden des Mittaghore. Ein Schaffzaun zieht sich die Geröllhalde hoch bis an die Felswand. Der Pfad führt östlich weiter auf den Nordostgrat (auf 1980m) des Mittaghore. Nun sehe ich das Ziel des Pfades es ist die Hütte auf dem Stiereberg. Ich ziehe nun definitiv Weglos vor der südlichen Wand des Mittaghore hoch. Erst durch Felssturzblöcke, dann über ein Karstrücken. Der führt mich zu hoch. Man sollte sich eben an die gemachten Pläne halten…
Gehe etwas tiefer auf meine Spur. Schnittlauch im Karst – das ist neu für mich ich  habe noch nie zuvor wilden Schnittlauch gesehen. Es geht Stufe um Stufe höher, die machbare Route ist gut lesbar. Eine Plattenverwerfung folgt der nächsten (ungefähr zwanzig). Mal sind die Abbrüche höher mal flacher. Viele tiefe Karst Löcher und Felsspalten werden erkannt und umgangen oder gequert. Einige Querrinnen sind mit Schnee gefüllt. 370 Höhenmeter  unter dem Gipfel nutze ich ein der wenigen Schneegefüllten Längsgräben zum unkomplizierten  Aufsteigen. Danach ist der Karst kaum noch zerklüftet, die um 30° steilen Platten gut gehbar.
Der Gipfelaufbau des Dent Blanch/Gstellihore (2820m) ist ein Geröllhaufen. Mühsam zwei Schritt vor einer zurück.
Bin überrascht das Sanetschhore so hoch ist. Die Sicht nach Süden in die Walliseralpen ist vom Nachbar versperrt. Geniesse dafür die (fast) Augenhöhe mit dem Diablerets.
Der Abstieg. Etwas südlicher als der Aufstieg. Erst dem Moutons Grat entlang. Die ideale Route ist von oben kaum erkennbar. Insgesamt ist das Gelände moderat und gut aufrecht begehbar nur selten müssen die Hände gebraucht werden. Auf kurz vor Punkt 2580 ziehe ich in die Mitte des Lapies di Bou auf die sauberen Rundgeschliffenen Felsriegel. Wunderbar!
Kurz nach dem ich die Grasgrenze erreiche halte ich die Höhe (2100m) in den nördlichen Geröllhalden des Moutons. Hier ist eine Spur Richtung Osten auszumachen. An der steilsten Stelle zum Sattel auf dem Nordgrat des Gros Mounton ist sogar ein Pfad in den Fels gearbeitet.
Der Abschluss: Eine stinkende Schafweide mit Herdenschutz. Ein erst absteigender Schafpfad verläuft über die Weide Richtung der jungfräulichen Saane. Nach einem halben Kilometer höher als auf meiner Karte notiert. Mir soll es recht sein. Ich komme so 40 Meter unter der Seilbahnstation Sanetsch an und der Herdenhund ist viel tiefer am bewachen. Er ist gestresst und rennt jeder Gondel bis zum obersten Masten nach. Genau 16:26 bin ich an der Bahn und fahre 2 Minuten später ins Tal.
Fazit: Sehr schöne weitläufige Karstlandschaft. Da komme ich wieder. Nicht im Winter jetzt wo ich die Löcher und Spalten gesehen habe. 

Gesamtstrecke: 15620 m
Maximale Höhe: 2765 m
Minimale Höhe: 1179 m
Gesamtanstieg: 1979 m
Gesamtabstieg: -1148 m
Total time: 07:03:59
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Bellinzona – Ticino – Monte Carasso – Ponte delle Semine – Cimossa Galbis – Sementina – Madonne della Valle – Valle di Sementina – Cascata Valle di Sementina

Gesamtstrecke: 8770 m
Maximale Höhe: 489 m
Minimale Höhe: 220 m
Gesamtanstieg: 389 m
Gesamtabstieg: -368 m
Total time: 05:12:52
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Glaubenberg – Langis – Glaubenstock – Bärnerstig – Schlierengrat – Schrotenegg – Chrüzlieggpass – Fachsboden – Meiengrätli – Gudelbrechtpass – Fulendossen – Ettlismattgrat – Heiti – Grossschlierental – Steinhauerweg – Geissfusssteg – Schoried – Schlieren – Schlierenrüti – Alpnach Dorf

Gesamtstrecke: 22106 m
Maximale Höhe: 1729 m
Minimale Höhe: 447 m
Gesamtanstieg: 822 m
Gesamtabstieg: -1814 m
Total time: 07:01:07
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