Schlagwort-Archive: Wilerhorn

Turren – Finsterbüel – First – Stellenen Biet – Arnifirst – Höch Gumme – Gibel – Scheidegg – Tüfengrat – Hörnli – Wilerhorn – Breitenfeld – Durrenegg

Am Bahnhof Lungern wartet der Shuttlebus der Turren-Bahn. Danke – toller Service. Starte auf Turren – nicht alleine… Heerscharen von Schneeschuhwanderern sind heute unterwegs. Kein Wunder erst hier oben scheint die Sonne die Täler sind vom Nebel verdeckt.
Gehe über das Finsterbüel zur First. Es liegt wenig Schnee hier oben. Gut für die Routewahl. Ich steige direkt der Wildschutzzone entlang  hoch nach  Stellenen / Biet. Die Route ist  >30° steil und nur bei sicheren Verhältnissen zu empfehlen. Nutze den Hartschneerand an den abgewehten Rippen und komme so zum Gipfelkreuz.
Ups… Wind und zwar nicht mässig wie MetoSchweiz vorhersagte sondern stark. Über 50 kmh mit Spitzen bis 70. Zum Glück scheint die Sonne und die Temperatur ist deutlich über Null Grad.
Nun sehe ich das sogar ein Aufstieg über die Rückenegg – Mändli möglich wäre. – Ein anders Mal.
Weiter nach Westen über die Kuppel zur Senke bei Punkt 2055 und auf den breiten Wächten über den Arnifirst zum  Höch Gumme. Riesiges Kreuz – starke Windböen. Aussicht über den Kessel mit dem  Schönbühl in der Mitte. Die Sicht in Jungfrauregion ist von Dunst getrübt. – es drückt viel Feuchtigkeit an die Bergkette. Vor dem Abstieg gehe ich noch 300 Meter nach Westen Richtung Brinzer Rothorn. Zurück am Gipfel kann ich direkt absteigen. Entscheide mich aber für eine sanfte Variante. Erst nach Norden auf dem Grat zum Arnifirst, dann quere ich leicht sinkend um den Höch Gumme zum Gibel. Achtung das geht nur wenn der Schnee stabil ist.
Weiter herunter auf der Scheidegg, bei 1946 Meter über Meer  ist der Grat Messerscharf mit Drahtseilsicherung. Die Passage ist erstaunlich komfortable mit Schneeschuhen gehbar.
Der nächste Gipfel, das Wilerhorn, ist nicht geplant. Die Schlüsselstelle ist gleich nach Punkt 1857 Eine Aufschwung auf den Tüfengrat kann nur in der Flanke erklommen werden. Der Schnee ist hier aufgetürmt, oben gefroren darunter Pulver auf altem Hartschnee. An der Sonne auch nass. Teste jeden Schritt. Und gelange so auf den etwas moderater steigend Gratabschnitt zum Hörnli. Er ist teilweise schmal man kann aber oft links oder rechts der Kante sicher abstehen. Das letzte Stück zum Gipfel des Wilerhorn ist dann breit.Gehe weiter bis LV03 651’356, 180’516.
Weiter ist der Grat aper man könnte problemlos bis zum Brünig gehen. Skiaufstiegssuren sind an und in den Lawine Verbauungen zu erkennen.
Ich gehe zurück zum Wilerhorn und ein Stück den Grat hinunter. Bei LV03 650’650, 180’607 , vor dem Hörnli,  entscheide ich mich für einen direkt Abstieg im schattigen Osthang. Guter Pulverschnee –  rasant bin ich unten.
Zum Schluss in einem grossen Bogen unter dem Schönbüel  durch das Breitenfeld bis zur Durrenegg.
Steige in die wartende Luftseilbahn. Dann tauche ich in den Nebel. Unten mit dem Shuttlebus zum Bahnhof Lungern. Hier reicht es noch für einen warmen Tee bis mein Zug losfährt.

Fazit: Sehr Schöne Gratwanderung rund um das Schönbühl. Wenig Schnee macht es möglich. Wohl wegen dem Wind bin ich allein auf den Höhen. Für die vielen anderen Wanderer ist das Berghaus Schönbüel Wendepunkt.

Gesamtstrecke: 13324 m
Maximale Höhe: 2182 m
Minimale Höhe: 1495 m
Gesamtanstieg: 1076 m
Gesamtabstieg: -1075 m
Total time: 04:28:20
Herunterladen

Hikr