Balerna –  Gole della Breggia – Castel San Pietro – Salorino – Mendrisio – Cortglia – Morbio Inferiore – Vacallo – Chiasso

Beginne in Balerna und wandere in die Gole della Breggia mit dem alten Betonwerk am Eingang. Ein paar Lost Place Fotos und weiter geht es in der Schlucht. Tief, rauschend und kühl empfängt sie mich. An einigen Stellen kommt man gut ans Wasser mit den stiebenden Fällen. Nach der dritten Brücke verlasse ich den Graben und steige nach Castel San Pietro.

Ab hier folge ich dem Weinbergweg über Salorino bis Mendrisio. Schlenderte durch die alten Gassen des Ortes vorbei am Kloster der Serviten mit Kirche San Giovanni, weiter zum Zentrum mit Chiesa dei SS. Cosma e Damiano e Torre medioevale. Vorbei am bunt bemalten Palazzo Pollini zum Platz mit der roten Chiesa dei Cappuccini, der Biblioteca dell’Accademia di architettura und dem auffälligen Teatro dell’Architettura neben dem Spital. Südlich anschliessend finde ich ein gutes Motiv für meine abstrakte Galerie  – es ist der Sockel der Casa di Pictor. Vom Spital durch das Quartier Villa Foresta (hier ist die Swimingpooldichte besonders hoch) nach Cortglia und eine Ebene tiefer als auf dem Hinweg zurück nach Castel San Pietro. Hier steige ich direkt zum Betonwerk in der Schlucht ab und gleich wieder bergab nach Morbio Inferiore. Eindrücklich die Treppe vor der Kirche Santa Maria dei Miracoli. Zum Abschluss durch das grüne und kühle Valle di Spinee südlich der Sportplätzen und Schulen.  Von Chiesa dei Santi Simone e Giuda Taddeo in Vacallo bergab zur  eingepackten Autobahn durch Chiasso. Auf der anderen Seite der A2 steht ein fotogene Investitionsruine  das Centro Ovale. Nach wenigen Minuten bin ich auf der Piazza Indipendenza mit dem ehemaligen Hotel Helvetia unweit vom Bahnhof Chiasso.

Fazit: Eine verborgene Schönheit die Gole della Breggia in Balerna. Gemütlich durch die Reben des Mensrisiotto. Farniente  in Mendrisio den Sommer geniessen im südlichen Süd der Schweiz.

Gesamtstrecke: 19703 m
Maximale Höhe: 508 m
Minimale Höhe: 240 m
Gesamtanstieg: 485 m
Gesamtabstieg: -520 m
Gesamtzeit: 05:02:51
Download file: 2020-06-18-Chiasso.gpx

Wartau – Oberschan – Zerstruis – Bärentobel – Tobelegg – Schaneralp – Bi de Seen – Alvier Chemmi – Mürli – Stelli – Älplichopf – Schindle / Luegi – Alp Castilu – Schindle – St. Georgen – Berschis – Flums

Föhnig! Es ist extrem klar und angenehm warm in der Wartau über dem Rheintal.
Starte in Oberschan gehe leicht steigenden Richtung Zerstruis und dann durchs Gannatobel  zum Bärentobel. Mein Plan dem Sevelerbach folgen. Der Beginn ist zäh – massive Betonschwellen  sind in den Bach gebaut. Umklettere die ersten drei Bauten möglichst eng. Dann weiche ich  nach Norden via das Moos aus und gelange über einen Weg zurück zum Bach auf 965 Meter Höhe. Nah ja – einfacher ist es hier nicht, kein Kunstbauten mehr aber wilde Wasserrutschen. Der Bach fliesst oft in der Rinnen von grossen Felsplatten. Kämpfe mich mal im Wasser, mal in den Flanken, Stufe für Stufe höher. Schwer – oft T4 – immer sehr rutschig so wohl im Bach als auch auf den Seiten. Den Wasserfall  auf 1038 Meter Höhe  schaffe ich mit viel Kraftaufwand.  Auf 1150 Meter Höhe habe ich genug Energie verbraucht und den Spass verloren. Ich steige südlich aus dem Tobel zum Alpläui auf, vorbei an der Hüterhütte Vorderegg und  dann wieder durch den nun zahmer Sevelerbach hoch. Bald ist das Bachbett trocken es wird aber zunehmend steiler. Auf 1630 Meter Höhe quere ich Höhe haltend die Tobelegg. Der Föhn ist nun stark und deutlich kühler als im Graben. Gehe in grossen Bogen  immer schön bergauf und nach Süden zu den Seen. Der nördliche See ist gut gefüllt, nur ein Viertel ist eisfrei. Den obern See ereiche ich über ein Schneefeld, von hier gehe ich weiter auf Schnee zur nördlichen Forggla. Umgehe die Senke unter dem Gauschla  im Norden und gelange so zum Einstieg ins Chemmi. Trotz starkem Föhn (bis 60 kmh) ist der Alvier gut besucht.
Ich steige zügig durch das Chemmi in die Stei ab. Gehe westlich zum Mürli und steige hier in die Blöcke des alten Felssturzes vom Chli Alvier hoch.
Pause im Windschatten eines Felsblockes, mit Sicht zum Walensee und den Churfirsten. Herrlich!
Wandere zu Stelli, Alpeli und hinauf zum Alpelichopf. Folge der alten Weidemauer durch die verwaldeten Alpwiesen zum Aussichtpunkt  Schindle / Luegi. Hier beginnt die Strasse. Weiter zur Alp Castilu, über die Berschnerbachbrücke zum Schröterchopf.  Es folg der lange Abstieg auf der Sennis-Strasse nach Berschis . Noch ein Abstecher zur weit herum sichtbaren Kappelle St. Georgen und an der Lourdes-Grotte vorbei ins Dorf. Hier gibt es ein Glace aus dem Volg. Fünfzehn Minuten später bin ich am Bahnhof Flums.

Fazit: Föhnstimmung. Alvier und Palfris sind immer ein Wanderung wert, besonders die Aussicht zum türkisblauen Walensee ist grandios.  Sevelerbach / Bärentobel ist kein Höhepunkt, dass triff auch auf die Sennis-Strasse zu.

Gesamtstrecke: 24452 m
Maximale Höhe: 2161 m
Minimale Höhe: 439 m
Gesamtanstieg: 2034 m
Gesamtabstieg: -2264 m
Gesamtzeit: 09:13:41
Download file: 2020-06-12_Chemmi-Alvier.gpx

Peist – Zerfalta – Zalüneja – Schwiloch – Mittagspitz – Fanin – Geissboden – Quaggis – Varnezatobel – Lerch – Furna Hinterberg

Schanfigg – Peist – Zerfalta – Zalüneja – Schwiloch – Mittagspitz – Fanin – Geissboden – Quaggis – Varnezatobel – Lerch – Furna Hinterberg

Beginne in Peist und folge der Alpstrasse bis Zerfalta das ist ideal zum warm werden. Über die blühende Hochalpenwiesen von Zalüneja gelange ich auf den Grat beim Mittagspitz. Hier liegen noch ein paar Scheefelder in den Mulden. Will eigentlich direkt ins Varnezatobel abgestiegen und diese von oben begehen. Aber es liegt noch reichlich Schnee im Kessel von Varneza  und der Furner Bach führt viel Schmelzwasser.
Gehe deshalb zum Mittagspitz und steige über den Nordgrat nach Fanin ab. An der Waldgrenze treffe ich auf den gut markiert aber kaum begangenen Wanderweg ins Varnezatobel  / Furner Tobel. Ohne Markierung wäre die Orientierung hier durch den Urwald nicht leicht. Ich gehe direkt an der Jagdhütte vorbei zum Geissboda am Zusammenfluss von Faniner Bach und Furner Bach. Mittagspause und geniessen.
Die Jäger haben sich hier eingerichtet. Die Tobelsteilwände sind hie und da mit Leiter erschlossen oder mit Seilen gesichert. Suche aber vergeblich ein Abstiegstelle südlich der Furner Bach Brücke. Steige deshalb auf dem Wanderweg  hoch nach Quaggis und entdecke einen Pfad zur oberen Jagdthütte. Hier ist der Abgang zum Bach mit Drahtseilen „möbliert“. Nun kann ich im Bachbett bergauf weiter gehen. Eine herrliche wenn auch unruhige Landschaft, alles scheint in Bewegung.  Schaffe es bis zum Miesbach hier müsste ich durchs Wasser um weiter zu kommen.  Nicht heute – werde das Vorhaben Ende Sommer bei weniger Wasser durchziehen.
Verlasse das Tobel am Rande des Miesbaches (T4) und gelange so auf dem alten Pfad nach Lerch. Dieser ist kaum begangen aber gut erkennbar und nur selten von einem gefallen  Baum verstellt.  Bei Schröterbrünnen quere ich die ausgebaute Waldstrasse und folge dem alten Pfad.  Plötzlich stehe ich am Abgrund,  der Rücken östlich von Fäutschersunnigi ist auf einer Breite von 50-80 Meter abgerutscht und hat den Pfad mitgerissen. Die Rüffe ist etwa 200 Meter lang. Ich muss zur Holzerstrasse hoch kraxeln. Nur kurz und ich kann nördlich des Erdrutsches zurück auf den alten Pfad unter der Strasse. Im Ristolen treffe ich so regulär auf die Strasse nach Furna Hinterberg. Über die hohe Ronentobelbrücke, eine viertel Stunde auslaufen und ich sitze im Restaurant Hochwang.  Ein Most mit Nusstorte später kommt der Bus der mich ins Tal nach Schiers fährt.

Schwierigkeit: Meist T2,  auf dem Wanderweg durch das Varnezatobel  / Furner Tobel T3, der weglose Teil aus dem Varnezatobel  T4. Reine Wanderzeit ohne Pausen  6:45 Stunden.

Fazit: Sonnig, kühl auf dem Grat, heiss am Bach. Einsam über sanfte Alpen in die urigen Tobel hinter Furna. Hat Spass gemacht. Mit dem Tobel bin ich noch nicht fertig…

Gesamtstrecke: 22512 m
Maximale Höhe: 2365 m
Minimale Höhe: 1226 m
Gesamtanstieg: 1936 m
Gesamtabstieg: -1866 m
Gesamtzeit: 06:42:46
Download file: 2020-06-02-Furnatobel.gpx

Hemberg Bächli – Brandhöchi – Hofstettli – Hochhamm – Füliweid – Ranzberg – Ranzerli – Grund – Dürrhalde – Urnäsch

Gesamtstrecke: 11469 m
Maximale Höhe: 1248 m
Minimale Höhe: 824 m
Gesamtanstieg: 640 m
Gesamtabstieg: -664 m
Gesamtzeit: 03:00:35
Download file: 2020-06-01-Hembererg-Baechli-Urnaesch.gpx

Bauma – Akau – Hagherenloch – Höchstock – Gefell – Heiletsegg – Amberg – Bauma

Gesamtstrecke: 13099 m
Maximale Höhe: 943 m
Minimale Höhe: 638 m
Gesamtanstieg: 532 m
Gesamtabstieg: -531 m
Gesamtzeit: 03:18:04
Download file: 2020-05-31_Buma-Gfell.gpx

Melchtal – Blegi – Laihütte – Storeggpass – Eggen – Flühmattli – Grafenort

Das Wetter will es heute nicht gut mit mir. Bise, kalt und oben am Widderfeld Stock hängt die Feuchtigkeit die der Nordwind an die Alpen rückt. Auch das Storegghorn ist im Nebel. Östlich vom Storeggpass öffnet sich ein kleines Fenster zum Spannort über Engelberg. Steige über die Eggen zum Flühmattli ab.  Der Weg ist hier ziemlich steil und nur bei trocken Verhältnissen wie heute empfehlenswert. Am Brächgraben mache ich ein ausgedehnte Mittagspause, am rauschenden Wasser. Hier im Tal ist es windstill und die Sonne scheint  herrlich. Damit ist der Tag gerettet.

Fazit: Kalter Wind und Nebel oben. Zum Schluss ein Genuss.

Gesamtstrecke: 12531 m
Maximale Höhe: 1735 m
Minimale Höhe: 565 m
Gesamtanstieg: 1075 m
Gesamtabstieg: -1398 m
Gesamtzeit: 03:56:28
Download file: 2020-05-29_Melchtal-Grafenort.gpx