Autos in den Schweizer Alpen

An diesen möglichen und unmöglichen Orten habe ich Autos (und andere Fahrzeuge und Maschinen)gesehen, beim wandern oder beim stöbern durch online Satellitenbilder.
Die genutzten Strassen wurden von der Armee, von Kraftwerksbetreibern, von Seilbahnunternehmen, Alpkorporationen, Waldbesitzern, Wegbaukorporationen, Gemeinden, Kantonen, Privaten, und anderen gebaut.
Stossend finde ich das alles gemacht wird was geht. Begründungen gibt es immer, aber nicht alle sind ökonomisch, geschweige den ökologisch.
Die Entscheidung ob gebaut wird liegt oft bei parteiischen Exekutiven. Kraftwerksbetreiber, Seilbahnunternehmen, Alpkorporationen, Waldbesitzer, Jagdverbände handeln in einigen Fällen wie ein Staat im Staat. Die einzeln Akteure sitzen manchmal bei den Antragstellern und gleichzeitig in den Entscheidungsgremien. Entscheide werden sehr lokal gefällt und mangels Zeit und Expertise teilweise von Gutachten der Antragstellern unterstützt.
Hier sieht man Filz pur, Filz der nicht im Interesse der Zukunft und Gemeinschaft entscheidet. Oft werden sehr eigennützige Gründe angeführt. Ein ehrliches Abwägen von Nutzen und Schaden wird selten vorgenommen.
Es werden auch Strassen gebaggert die nie von einer Behörde beurteilt wurde. Und es gibt Strassen die mangelhaft erstellt werden. Und nach kurzer Zeit nur noch eine Narbe in der Landschaft sind.

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Kurt Salzmann, 09.01.2020